
Mortal Kombat II
Darsteller: Karl Urban, Adeline Rudolph, Jessica McNamee, Josh Lawson
Regie: Simon McQuoid
Dauer: 116 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Website: www.warnerbros.de/de-de/filme/mortal-kombat-ii
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Kinostart: 7. Mai 2026
Da auf Computerspielen basierende Filme immer wieder Erfolge vorweisen können, wundert es nicht, dass New Line Cinema auch der 1992 gestarteten Reihe „Mortal Kombat“ eine nächste filmische Fortsetzung gönnt, schließlich entwickelte sich diese zur meistverkauften Kampfspielserie. Nachdem der erste Film „Mortal Kombat“ zur Reihe von Paul W. S. Anderson mit Christopher Lambert 1995 ordentlich Geld einspielen konnte war die Fortsetzung „Mortal Kombat Annihilation“ zwei Jahre später kein wirklicher Erfolg mehr. So folgte eine lange Pause, bis 2021 ein „Mortal Kombat“-Reboot unter Regie von Simon McQuoid in die Kinos kam. Obwohl dieses – ja, auch von der Post-Pandemie beeinflusst – zumindest dort kein besonderer Hit wurde und die Kritiken durchwachsen waren, liegt nun mit „Mortal Kombat II“ ein zweiter Streifen des gleichen Regisseurs vor.
Am wichtigsten und belebendsten für diesen könnte sein, dass mit Johnny Cage eine der beliebtesten und auch wichtigsten Hauptfiguren der Spielereihe prägend eingreift, der im Vorgänger schlicht ignoriert wurde. Um ihn herum wurde der neue Streifen nun auch storytechnisch gestrickt, in dem wir Cage (Karl Urban) als ehemaligen 80er-Jahre-Martial-Arts-Actionfilm-Star der Erde kennenlernen, von dessen altem Ruhm wenig geblieben ist. Dies haben allerdings die HauptakteurInnen des nun hier existierenden Earthrealm nicht so ganz verstanden, die denken, er sei ein wahrer Kampfheld, und so befördern sie Johnny durch ein Portal in ihre Welt.
Hier soll er nun im großen finalen Todeskampf – dem zehnten Mortal Kombat – gegen die Übergriffe des Außenwelt-Herrschers Shao Khan (Martyn Ford), der in sauber anberaumten Duellen abgehalten wird, ein Faktor sein, denn Lord Raiden (Tadanobu Asano) fehlte schließlich noch ein Akteur. Die allesamt über besondere Fähigkeiten verfügenden Liu Kang (Ludi Lin), Jackson ‚Jax‘ Briggs (Mehcad Brooks), Cole Young (Lewis Tan) und Sonya Blade (Jessica McNamee) bauen jedenfalls auf ihn – aber was soll der aus der Form geratene Schauspieler gegen Kahn und seine schlagkräftigsten KämpferInnen wie Bi-Han (Joe Taslim), die aus dem besiegten Realm Edenia übernommene Prinzessin Kitana (Adeline Rudolph) oder den monströsen Baraka (CJ. Bloomfield) ausrichten, um mit den anderen Earthrealm zu retten?

Ludi Lin als Liu Kang, Mehcad Brooks als Jackson ‘Jax’ Briggs, Jessica McNamee als Sonya Blade und Karl Urban als Johnny Cage
(© 2025 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)
Auch die Fortsetzung „Mortal Kombat II“ ist eher nur etwas für Fans des erfolgreichen Videospiels – und es ist schon hilfreich, die Handlung des ersten Streifens zu kennen, wenn auch nicht erforderlich, vor allem, wenn man einfach Lust auf schlagkräftige Action hat. Ordentlich choreografierte Kampfszenen gibt es reichlich, und hierbei geht es erneut auch hin und wieder brutal zu. Neben diesen punktet der Streifen vor allem mit seinen Kulissen, Kostümen und Effekten, mehr als mit seiner Handlung.
Der im Vorgänger noch vielkritisiert zur Hauptfigur gemachte, im Vergleich zum Spiel frei dazuerdachte Cole Young nimmt diesmal keine große Rolle ein. Dafür haben wir nun Johnny Cage, wobei Karl Urban zwar solide spielt, die Figur trotzdem einigermaßen blass bleibt, auch auf Grund einiger nicht sonderlich funktionierender humoristischer Einwürfe beim Sprücheklopfen oder Coolsein hinter seiner Sonnenbrille. Da wissen die anderen meist schon mehr zu gefallen, bis auf Jessica McNamee, die als hübsche Blondine mit erzwungen wirkender Kampfbereitschafts-Attitüde wenig zu bereichern weiß.
Vor allem die von ihrem Verlustschmerz in der Ausrichtung noch bestimmte Prinzessin Kitana und Liu Kang im sehr gut anzusehenden Kampf gegen den mit Wurfhut spektakulär angreifenden Zombie Kung Lao (Max Huang) sorgen für gute Momente. Dann aber tritt der Mortal Kombat selbst in den Hintergrund und mit neuen Welten und einem weit mehr über die Macht entscheidenden, gejagten Amulett wird die Story eher unnötig aufgeblasen und abgelenkt. Insgesamt ist und bleibt „Mortal Kombat II“ so eben vor allem für diejenigen interessant, die die Charaktere und Handlung des Videospiels verinnerlicht und lieb gewonnen haben.
Trailer:
Bewertung: 5 von 10 Punkten

