Home Film„Kraken – Erwachen der Tiefe“ – solider Animal-Horror mit ökologischem Anstrich (mit Gewinnspiel)

„Kraken – Erwachen der Tiefe“ – solider Animal-Horror mit ökologischem Anstrich (mit Gewinnspiel)

Autor: Mick

"Kraken – Erwachen der Tiefe" Filmplakat (© splendid film)

Kraken – Erwachen der Tiefe

Darsteller: Sara Khorami, Mikkel Bratt Silset, Jenny Evensen, Jon Erik Myre
Regie: Pål Øie
Dauer: 94 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: splendid-film.de/kraken-erwachen-der-tiefe
Facebook: facebook.com/splendidfilm
Instagram: instagram.com/splendidfilm
Kinostart: 23. Juli 2026


Der Norweger Pål Øie ist irgendwie auf Katastrophenszenarien konditioniert, die sich wie ein roter Faden durch sein bisheriges Werk ziehen. Da kann es kaum überraschen, dass er auch in seinem neuen Horrorthriller „Kraken – Erwachen der Tiefe“ die Lage in einem idyllischen Fjord maximal eskalieren lässt. Schade nur, dass er den Spoiler zu seinem Film schon mit dem Titel gleich selbst mitliefert, so dass er die Spannung eigentlich einzig mit den Ideen seiner Umsetzung speisen kann.

Und damit gibt sich der Regisseur von Anfang an größte Mühe, entführt uns in einen malerischen norwegischen Fjord, den er mit spektakulären Drohnen- und Landschaftsbildern wirklich eindrucksvoll inszeniert. Doch für Postkartenmotive allein ist er sicherlich nicht angetreten, und so tut sich auf einmal Ungewöhnliches im bei Touristen und Wassersportlern gleichermaßen beliebten Gewässer: Jetski-Fahrer werden auf mysteriöse Weise in die Tiefe gerissen, und gleichzeitig geht ein nicht weniger mysteriöses Video an Land springender Lachse online viral. Der Tonus jedenfalls ist gesetzt für die Entwicklungen, die uns in der Folge erwarten sollen.

Denn die merkwürdigen Phänomene sind für die Behörden Grund genug, Meeresbiologin Johanne (Sara Khorami) vorbeizuschicken um eine fundierte Expertise zu erstellen. Aber statt auf naturwissenschaftliche Erklärungen stößt die erstmal auf allerlei Seemannsgarn der alteingesessenen Bevölkerung über einen Riesenkraken in den Tiefen des Fjords, der sich als Nahrung auch immer wieder Menschen holt. Schwer zu glauben für die Biologin, die eher die expandierende Lachsfarm mit ihren hochgerüsteten Unterwassergerätschaften für die Anomalien im Verdacht hat. Merkwürdigerweise nehmen die nämlich wiederholt Schaden und sorgen so für Johannes intensivierte Nachforschungen.

Während die Ereignisse immer blutiger werden, erhärten sich die Vermutungen, denn gegen parasitären Lausbefall der Lachse setzt der Fischbetrieb schon eine Weile äußerst erfolgreich intensive Unterwasser-Schalltechnologie ein, die inzwischen auch finanzstarke, ausländische Investoren neugierig gemacht hat. Der Nachweis für die massive Beeinflussung des Biotops im Fjord ist natürlich schwer zu erbringen, und so stehen in alter „Der weiße Hai“-Tradition schnell wirtschaftliche Interessen einer staatlichen Intervention zum Schutz der Bevölkerung im Wege.

"Kraken – Erwachen der Tiefe" Szenenbild (© splendid film)

(© splendid film)

Das Rad erfindet Øie mit der alles andere als innovativen Story sicher nicht neu, und doch macht sein typisches Creature-Feature mit seinen rasanten Actionsequenzen jede Menge Spaß, wenn sich angesichts des Titels wenig überraschend herauskristallisiert, dass tatsächlich ein außer Rand und Band geratener Riesenkrake für die Vorfälle verantwortlich ist. Der wurde durch die Schallwellen des Lachszuchtbetriebs aus seinem ursprünglichen Lebensraum vertrieben und versucht diesen jetzt durch die direkte Konfrontation mit dem Menschen zurückzuerobern.

Eine sinnvolle und noch dazu politisch korrekte Erklärung für die zunehmend wilder werdende Eskalation der zunächst ungleichen Auseinandersetzung Monsterkrake-Mensch, die den Film gleichzeitig in ein tiefes Dilemma stürzt, kann man doch dem Tier bei seiner nachvollziehbaren Verteidigung seines Habitats trotz böser Todesfälle überhaupt nicht böse sein. Bei zwar passabel, dafür aber äußerst flach schwarzweiß gezeichneten Figuren fällt da eine Positionierung vielleicht sogar vom Regisseur gewollt bis zum Eingreifen der für die gute Sache kämpfenden Johanne gar nicht so leicht, ja sind wir tendenziell sogar im Team Monster.

Auch das aber tut der Freude an der handwerklich gut gemachten, angesichts des begrenzten Budgets von erstaunlich realistischen CGI-Bildern unterstützten Wasserschlacht keinen Abbruch, bei der zum Ende hin die mit dem Kraken in Symbiose lebenden, stark an die Alien-Facehugger erinnernden Kreaturen die heimlichen Stars sind.

Trailer:

Bewertung: 6 von 10 Punkten

 


Verlosung

Wir verlosen 2×2 Freikarten (in Deutschlnd einlösbar) für den Film, welche uns kurzfristig noch zur Verfügung gestellt wurden. Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen und absenden. Einsendeschluss ist bereits der 26. Juli 2026, damit die digitalen Tickets zum Ausdrucken (oder Online-Einlösen, ws bei vielen Kinos funktioniert) noch in der Kinostartwoche bei den GewinnerInnen ankommen. Viel Glück!







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