Home Film„Verity – Dunkle Geheimnisse“ – prominent besetzte und solide Adaption von Colleen Hoovers einzigem Psychothriller

„Verity – Dunkle Geheimnisse“ – prominent besetzte und solide Adaption von Colleen Hoovers einzigem Psychothriller

Autor: Tobi

"Verity – Dunkle Geheimnisse" Filmplakat (© 2026 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)

Verity – Dunkle Geheimnisse

Darsteller: Dakota Johnson, Josh Hartnett, Anne Hathaway, Ismael Cruz Cordova
Regie: Michael Showalter
Dauer: 117 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: www.VerityDunkleGeheimnisse.de
Facebook: facebook.com/SonyPicturesGermany
Instagram: instagram.com/SonyPictures.de
Kinostart: 1. Oktober 2026


Da die US-amerikanische Autorin Colleen Hoover, die 2012 ihren ersten Roman veröffentlichte, mit ihren nun schon stolzen 25 Werken zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen unserer Zeit gehört, bekommen wir in jüngster Zeit fast schon regelmäßig immer wieder Leinwand-Adaptionen serviert. Nachdem bei den ersten drei Kino-Verfilmungen „Nur noch ein einziges Mal“ (2024), „All das Ungesagte zwischen uns“ (2025) und „Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him“ (Frühjahr 2026) eine Kombination aus Romanze und Drama bzw. Tragödie im Fokus stand, wobei es bei Letzterem zumindest positiverweise weit geradliniger zuging, sehen wir nun mit „Verity – Dunkle Geheimnisse“ eine Umsetzung ihres bisher einzigen Psychothrillers.

Dieser stellt uns die nicht sonderlich erfolgreiche, junge Schriftstellerin Lowen Ashleigh (Dakota Johnson) vor, der über ihren Agenten Corey (Ismael Cruz Córdova) vermittelt ein lukrativer Auftrag angeboten wird. Nachdem sie im Verlag eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet hat, erfährt sie, dass die mit diversen, aus Sicht von Tätern geschriebenen Bestseller-Romanen bekannt gewordene Autorin Verity Crawford (Anne Hathaway) nach einem Autounfall nicht in der Lage sei, ihr nächstes Buch zu schreiben. Zu diesem gäbe es aber schon viele Notizen, und auf deren Grundlage soll Ashleigh nun als Ghostwriterin in Crawfords Namen und Stil einem anvisierten Zeitplan folgend nicht nur ein Buch schreiben, sondern am besten gleich drei.

Nach ersten Zweifeln wird sie von Veritys Mann Jeremy (Josh Hartnett) überzeugt, der ihr sagt, seine Frau sei ein Fan von Lowens letztem Roman gewesen. Um im richtigen Umfeld zu arbeiten und alle Aufzeichnungen studieren zu können zieht Lowen bei den Crawfords in ihr prachtvolles, abgelegenes Haus ein, wo sie nach erster Distanz auch mit deren Sohn Crew warm wird und geschockt ist von einer paralysiert zu allem unfähigen Verity, die entweder im Bett liegt oder im Rollstuhl sitzt, tagsüber dauerhaft von ihrer Krankenpflegerin umgeben ist. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse, als Lowen eine versteckte Autobiografie von Verity findet, die ein ganz neues Licht auf den Unfalltod ihrer Tochter wirft. Und nicht nur dies, verschiedene Vorkommnisse lassen sie an Veritys hilflosem Zustand zweifeln, während sie Jeremy langsam aber sicher näher kommt.

"Verity – Dunkle Geheimnisse" Szenenbild (Bild: Alisha Wetherill © 2026 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.)

Dakota Johnson spielt die Rolle der Lowen Ashleigh
(Bild: Alisha Wetherill © 2026 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.)

Mit „Verity – Dunkle Geheimnisse“ bietet Colleen Hoover mal etwas ganz anderes, und das ist auch gut so. Für sie typische Elemente sind zwar auch in dieser Geschichte zu finden, wenn z.B. Lowen Jeremy schon auf dem Weg zum Verlag auf ziemlich tragische Art und Weise kennenlernt, bevor sie sich kurz danach in der Besprechung gegenüber sitzen, und wenn sie sich später näher kommen, aber insgesamt liefert sie hier schon einen sehr soliden Thriller ab.

Wenn man sich auf diesen einlässt, ohne alles zu sehr zu hinterfragen, kommt durchaus Spannung auf, auch weil das Ganze von Dakota Johnson, Josh Hartnett und Anne Hathaway (in für Hoover ebenfalls nicht unüblichen Rückblicken noch sehr vital) anständig gespielt und atmosphärisch inszeniert ist. Hathaway liefert hierbei von den dieses Jahr gefühlt inflationären Kino-Auftritten definitiv einen der besseren ab, Johnson agiert überzeugend, und auch Hartnett nimmt man seinen Jeremy gut ab.

Michael Showalter liefert mit „Verity – Dunkle Geheimnisse“ seinen besten Film seit der tollen Komödie „The Big Sick“ (2017) ab und kehrt nach zwei für Amazon Prime realisierten Streifen („Als du mich sahst“ 2024 und „Oh. What. Fun.“ 2025) nun also wieder zurück ins Kino. Am Ende verliert der Thriller zwar etwas an Glaubwürdigkeit im Wahn, noch eine Wendung mehr draufsetzen zu wollen, aber insgesamt lässt er sich gut anschauen.

Trailer:

Bewertung: 7 von 10 Punkten

 

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