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Barcelona (Spanien)

Autor: Tobi


Barcelona Sagrada Familia (Foto: Patrice Audet / Quelle: Pixabay)

Barcelona
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Fazit unseres Besuchs


Neben zahlreichen Reiseführern für die Stadt gibt es natürlich noch viele weitere Bücher über Barcelona oder mit Bezug zur Stadt. Einige möchten wir hier vorstellen.

(Werbung – Um uns einen Eindruck zu machen, wurden uns die Bücher kostenfrei zur Verfügung gestellt.)


Tipp
ANTONI GAUDÍ

Autor: Rainer Zerbst
Taschen Verlag – Broschiert – 239 Seiten
ISBN: 3-8228-2169-1
Preis: € 14,99

Wenn man über Barcelona spricht, dann fällt automatisch auch der Name Antoni Gaudí. Wie kein anderer prägte der Architekt mit seinen Bauten das Bild der Stadt. Die noch lange nicht fertig gestellte Kathedrale Sagrada Familia ragt aus dem Stadtbild weit heraus. Dieses schaut man sich vielleicht vom Park Güell aus an, dieser Oase der Ruhe und Gemütlichkeit, gespickt mit architektonischen Geistesblitzen. Rainer Zerbst beleuchtet in seinem Buch Leben und Werk von Antoni Gaudí i Cornet, und dies auf sehr spannende Art und Weise. Die Mischung aus Hintergrundinformationen und tollen Bildern (hier wirkt sich das Format von 24,5 cm x 19,5 cm besonders positiv aus) ist optimal gewählt, und auch der klar gegliederte Aufbau weiß zu gefallen. Nach 30 Seiten zu Gaudís Leben von seiner Geburt 1852 bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1926 widmet sich das Buch 18 Bauwerken des revulotionären Künstlers. 12 davon findet man in Barcelona, die restlichen ebenfalls in Spanien. Die Pläne für ein Hotel in New York wurden nicht umgesetzt, aber auch diese werden vorgestellt. Allerdings steht Barcelona klar im Mittelpunkt, und so findet man zu den dortigen Werken ausführliche Informationen und viele Bilder (Fotos wie auch Pläne) – zur Sagrada Familia mit 28 Seiten den umfangreichsten Teil. Das Buch ist optisch sehr ansprechend durch die atemberaubenden Formen und Farben Gaudís, und vor allem lernt man auch die Winkel und Ecken seiner Werke kennen, die man selbst nicht entdecken kann, wie z.B. die Innenräume des Casa Vicens, zu denen man keinen Zutritt hat. Zum Abschluss gibt es dann noch einen vierseitigen Kurz-Lebenslauf Gaudís mit den wichtigsten Daten und einen Lageplan seiner Bauten.


PICASSO
Autor: Jean-Louis Ferrier
Komet Verlag – Broschiert – 208 Seiten
ISBN: 3-89836-190-X
Preis: € 16,95 [D]

Auch wenn Barcelona vor allem mit der Baukunst Gaudís in einem Atemzug genannt wird, ist die Stadt für einige andere Künstler ebenfalls wichtig gewesen. Einer hiervon ist Picasso – nicht umsonst liegt mit dem Museu Picasso eines der wichtigsten dem Maler gewidmeten Museen im Herzen der Stadt, in der er einige Jahre seiner Jugend verbracht hat. Jean-Louis Ferrier eröffnet das Buch als renommierter Kunstkritiker direkt mit einigen Worten zur wichtigsten Phase des künstlerischen Schaffens von Pablo Ruiz y Picasso, als er 1907 als 25-jähriger das Bild “Le Demoiselles d’Avignon” fertig gestellt hatte. Hiermit wendete er sich abstrakten und kubistischen Formen zu, womit er nicht wenige schockierte. Natürlich vernachlässigt Ferrier nicht die Kindheit und Jugend Picassos, dessen Talent schon sehr früh erkennbar war, natürlich auch nicht die bekannte Blaue Periode von 1901 bis 1904 oder die vor dem Stilwechsel folgende Rosa Periode. Mehr aber erzählt er uns über Picassos Hauptwerke wie “Guernica”, über seine kubistischen Adaptionen von Bildelementen anderer Maler, über seinen aufkommenden Ruhm, seine Ansichten über die Welt, über Skulpturen, über Friedenstauben, über den Menschen Picasso bis zu seinem Tod 1973. Der Vielzahl an Bildern und Fotos kommt das Großformat 20 cm x 30 cm entgegen, das Buch wirkt farbenfroh und lebendig. Den Abschluss bilden zwei Seiten chronologischer Daten und Fakten.


PICASSO
Autor: Ingo F. Walther
Taschen Verlag – Broschiert – 96 Seiten
ISBN: 3-8228-6371-8
Preis: € 6,95 [D]

Auf 96 Seiten bringt einem Ingo F. Walther in der kleinen Kunstreihe des Taschen Verlags, für die er ja auch Van Gogh und Chagall schon vorgestellt hat, den großen Pablo Picasso näher. Das obligatorische Zitat im vorderen Buchumschlag stammt vom Künstler selbst: “Sie erwarten von mir, daß ich Ihnen sage: Was ist Kunst? Wenn ich das wüßte, würde ich es für mich behalten.” Im Buch findet man zahlreiche weitere Zitate von Picasso, der wie kaum ein anderer seine Gedanken zur Kunst und zu ihrer Stellung in der Gesellschaft festgehalten hat und zu Schlüssen wie “Malerei ist Freiheit”, “Ein Künstler braucht Erfolg”, “Ja, ich bin mir bewußt, dass ich mit meiner Malerei wie ein wahrer Revolutionär gekämpft habe” oder “Die Kunst ist eine Lüge” kommt. Chronologisch hangelt sich Walther am Lebenslauf Picassos entlang, von der Kindheit bis zum hohen Alter – schließlich wurde er stolze 91 Jahre alt. Gleichzeitig bietet der Autor natürlich auch einen Spaziergang durch die verschiedenen Schaffensphasen Picassos, von realistischer Malerei über die blaue und rosa Periode zum Kubismus, mit dem er schon früh Abstraktheit für sich entdeckte. Neben der Malerei wird auch ein Blick auf Picasso als Bildhauer geworfen, aber der Hauptaugenmerk liegt auf seinen Bildern, und hier gibt es nicht nur zu den bekannten Werken wie “Le Demoiselles d’Avignon”, “Guernica” oder “Stilleben mit Ochsenschädel” interessante Informationen. Zum Schluss gibt es noch sechs Seiten chronologischer Daten und Fakten. Wie so oft ist das kleine Taschen-Buch genau der richtige Einstieg für Interessierte, die viel über den Künstler erfahren wollen, ohne ihn gleich studieren zu müssen.


Tipp
DALÍ – DAS MALERISCHE WERK

Autoren: Robert Descharnes, Gilles Néret
Taschen Verlag – Broschiert – 780 Seiten
ISBN: 3-8228-1210-2
Preis: € 29,99

Zum Bezug zwischen Dalí und Barcelona findet man mehr bei der Besprechung des in unserer Liste nächsten Buches aus der “kleinen Kunstreihe” des Taschen-Verlags, der hiermit aber auch ein Dalí-Kompendium im Angebot hat, und was für eines. Zu schwer zum Herumtragen ist der Wälzer mit 780 Seiten, aber genau der richtige Schmuck für jedes Buchregal und das richtige Nachschlagewerk, wenn es um Salvador Dalís Bilder geht. Der Titel “Das malerische Werk” macht somit deutlich, dass man im Buch alle seine Bilder findet, zusätzlich aber auch einige Skulpturen, und auch über seine Filme wird im Text und mit Szenenbildern auch berichtet. Robert Descharnes und Gilles Néret haben das Buch auch schonmal als “Die Gemälde” in zwei Bänden veröffentlicht, hier nun also das komplette Paket beider Teile, zuerst 1904-1946, dann 1946-1989. Die Autoren gehen streng chronologisch vor und widmen sich nach zwei Textseiten Einleitung zuerst der Zeitspanne 1910-1928 unter dem Titel “Wenn Du das Genie spielst, dann wirst du eins!”. Man sieht, dass Dalí schon mit zehn Jahren viel Gespür für eine interessante Darstellung von Landschaften bewies, auch Personen und Gegenständen bereits imposant zeichnete. Auch die Liebe zum Heimatort Cadaqués, den er im laufe seines Schaffens immer wieder malte, ist schon jetzt nicht zu übersehen. Zu jedem Bild findet man den Titel auf Deutsch und Französisch, das Jahr der Entstehung und durch ein kleines Symbol die Art des Gezeigten, wobei unterschieden wird zwischen “Ölgemälde”, “Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Mixed media, Stiche”, “Objekte, Skulpturen” und “Fotografien, Dokumente”. Auf manche Bilder wird textlich näher eingegangen, andere stehen begleitend zur Schilderung von Leben und Person Dalís. Nach 128 Seiten über den jungen Dalí und seine Wandlung zum Surrealisten geht es mit 116 Seiten “Beweis der Liebe” zu den Jahren 1929-1935 weiter, die Phase, in der er seine spätere Frau Gala kennen und lieben lernte, die zu einem seiner Lieblingsmotive werden sollte. Auf 64 Seiten wird “Die Eroberung des Irrationalen” in den Jahren 1936-1939 beschrieben, als sich Dalí vor den obersten Surrealisten ob seiner Faszination für Hitler rechtfertigen musste und vermehrt unsichtbare Objekte in seine Bilder Einzug hielten. “Der Triumph des Avida Dollars” schließt den ersten Teil des Buchs auf 88 Seiten ab, also die Zeit bis 1946. Andre Breton nannt ihn damals so, warf ihm zynische Gleichgültigkeit in der Wahl der Mittel zum Erreichen seiner Ziele vor, nachdem sich Dalí zum angesagten Künstler in den Vereinigten Staaten entwickelt hatte. “Das mystische Manifest” über die Jahre 1946-1962 eröffnet den Teil 2 des Buchs auf 130 Seiten, und hier wird weniger unterteilt, sind die restlichen Jahre bis zu seinem Tod 1989 dann doch auf 192 Seiten als “Wege zur Unsterblichkeit” überschrieben und nicht weiter gestückelt. Abschließend gibt es noch eine kurzgefasste Biografie und ein Register aller abgebildeten Werke mit Angabe, wo diese zu sehen sind. Ein umfassendes Buch, welches vielleicht sogar dem Dalí-Fan das zeigt, was er noch nicht kannte, denn neben den bekannten Werken des exzentischen Genies gibt es noch so viele weitere, die beeindrucken. Die ausführlichen Texte sind gut geschrieben und lassen kaum Fragen offen. Das richtige Nachschlagewerk für Bewunderer.


DALÍ
Autor: Gilles Néret
Taschen Verlag – Broschiert – 96 Seiten
ISBN: 3-8166-2287-9
Preis: € 6,95 [D]

Die Spuren Dalís findet man nicht direkt in Barcelona, aber in der Nähe der Stadt, etwa eine Stunde mit dem Auto Richtung Norden. In Katalonien bilden Dalís Wohnhaus in Port Lligat unweit von Cadaqués, das Dalí Museum in Figueras und das Schloss Púbol, das Dalí für seine Frau Gala kaufte und einrichtete, das “surrealistische Dreieck” als Ausflugsziel für seine Bewunderer. Eine Mischung aus Genie und Verrücktheit machte Salvador Dalí zu dem, was er ist und war – einem der bekanntesten, aber auch umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Um sich in kompakter Form für den Preis von zwei großen Bieren auf knapp 100 Seiten über Dalí zu informieren, bietet sich dieses Buch an. Gilles Néret hat sein Buch in vier Kapitel aufgeteilt, die unterstützt von 89 Bildern und Fotos den Menschen Dalí mit all seiner Merkwürdigkeit, Selbstverliebtheit und Extrovertiertheit ebenso näher bringen wie seine faszinierenden Bilder (die Skulpturen und Filme werden ebenfalls erwähnt), die man ohne einige Erläuterungen wohl bewundern, aber kaum verstehen kann. Ein guter Einstieg in das Thema Dalí.


MIRÓ
Autor: Janis Mink
Taschen Verlag – Broschiert – 96 Seiten
ISBN: 3-8228-6367-X
Preis: € 6,95 [D]

Wer in Barcelona ist und sich für Kunst interessiert, für den gibt es neben den vielen Gaudí-Bauten und dem Museu Picasso noch ein weiteres Highlight mit der Fundació Joan Miró auf dem Montjuic, die sich dem am 20. April 1893 geborenen Künstler widmet. “Man erfindet nichts, es ist alles da!” lautet sein Zitat im vorderen Umschlag, und doch hat er die Kunst geprägt mit seiner Konzentration auf die Primärfarben. Janis Mink eröffnet das Buch mit der Schilderung einer heiklen Konfliktsituation zwischen Miró und Max Ernst, wobei es ihm eigentlich darum geht, Miró als besonnenen und verschlossenen Schweiger vorzustellen, der sich über seine Kunst ausgedrückt hat, nicht über Worte. Mink geht kurz auf einige Künstler ein, die den jungen Miró geprägt haben, wie Van Gogh oder Monet, bevor dann die Entwicklung von realistischen Malereien zu immer farbigeren, abstrakteren Werken folgte. Anfangs streute Miró hierbei noch Fauvismus und Kubismus mit ein, konzentrierte sich dann aber mehr und mehr auf Flächen und Symbole als Elemente der zunehmend surrealistischen Bilder. Man erfährt Interessantes über den Menschen Miró, seine Begegnung mit anderen Künstlern und Kunstformen, seine Reisen nach London, Paris oder in die USA, vor allem aber natürlich über seine Kunst, wobei die Bilder im Mittelpunkt stehen, aber auch Skulpturen kurz behandelt werden. Den Abschluss bilden zwei Seiten mit einer knappen Übersicht über Daten und Fakten im Leben Mirós.

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