
Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast
Darsteller: Brad Pitt, Uber, J.K. Simmons, Anna Lambe
Regie: David Ayer
Dauer: 95 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: www.EiserneWildnisFilm.de
Facebook: facebook.com/paramount.pictures.germany.kino
Instagram: instagram.com/paramount_pictures_germany
Kinostart: 24. September 2026
Wer aus den Punkten „Ich sehe Brad Pitt gerne spielen“, „Ich mag Hunde“, „Ich finde schöne Natur reizvoll“ und „Abenteuerfilme gefallen mir“ zwei oder mehr ankreuzen würde, der wird mit „Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast“ vermutlich gut bedient. David Ayer, der als Drehbuchschreiber und Regisseur schon einige Kriegs- und Actionfilme mit verantwortet hat, nimmt uns dem Titel entsprechend mit in die raue Natur, und zwar die Alaskas. Nachdem er bei seinen letzten beiden Inszenierungen zweimal Jason Statham actionreich zuschlagen ließ („The Beekeeper“ und „A Working Man“), geht es nun vom Grundton her ruhiger zu, und hierzu passt Pitt in der Hauptrolle dann auch gut.
Zu Beginn sehen wir ihn mit seinem Hund im kleinen Flieger über wundervolle, teils schneebedeckte Berge gleiten, um dann auf einem See zu landen und an dessen Ufer sein Lager aufzuschlagen. Die Ruhe ist es anscheinend, die gesucht wird, und Tierarten werden beobachtet, vor allem aber ist es wohl ein Entfliehen aus einer Welt, die keinen Frieden mehr in sich trägt. Als ein weiterer Aussiedler (J. K. Simmons) überraschend auftaucht und nach anfänglicher Skepsis abends dann doch bei Lagerfeuer und Bierchen ein Gespräch zustande kommt, erfahren wir mehr über den ehemaligen Special-Forces-Offizier James Belmont und seinen treuen Weggefährten Odin (Uber), einen deutschen Schäferhund mit Beinprothese. Zusammen im Krieg waren die beiden und sind nach dem Ausscheiden aus der Armee noch von dem Erlebten belastet. Posttraumatische Belastungsstörungen bringen fiese Albträume, uns in kleinen Rückblenden von der Front angedeutet.
Wir verstehen, warum die Ruhe der Natur heilend wirkt. Als dann aber ein schwerer Sturm naht, fliegen James und sein Hund gerade noch rechtzeitig davon, was dann allerdings obsolet wird, als der herzkranke Ex-Soldat einen Anfall erleidet und das Flugzeug abstürzt. Mit Glück können beide überleben, nun aber befinden sich James und Odin inmitten der Wildnis. Zwar hat der gut ausgestattete, hartgesottene Ex-Offizier dank Karte und Kompass eine Idee, wie sie zu einer rettenden Straße gelangen können, diese ist aber mehrere Tagesmärsche weit weg, und die Natur birgt so einige Gefahren.

Brad Pitt als James Belmont und Uber als Odin
(Foto: Scott Garfield © 2026 Paramount Pictures. All Rights reserved.)
Mit „Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast“ bietet Ayer einen bildgewaltigen Streifen, der zu gefallen weiß. Die enge Freundschaft zwischen James und Odin prägt den Film, denn man stets den Eindruck, der eine würde den anderen in dessen schwachen Momenten stützen und beschützen, so gut es denn geht. Dies ist hier in der Wildnis aber alles andere als einfach, denn die Gefahren sind manchmal unvorhersehbar, manchmal auch schlicht groß.
Die eingeschlagene Wanderung Richtung rettender Straße wird so zu einem massiven Abenteuer, bei dem die beiden so einiges erleben und bei dem ihr enger Zusammenhalt umso wichtiger wird. Das bietet natürlich Potenzial für Kitsch, dieser wird aber größteneils vermieden, während der Stolz auf die US-Armee inkl ihrer Hunde hier schon plakativ mitschwingt.
Dies ändert aber nichts daran, dass sich „Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast“ sehr gut anschauen lässt, bei dem fast das ganze Budget in den stark spielenden Pitt und die ebenfalls überzeugende Produktion gesteckt werden konnte, viel mehr DarstellerInnen gibt es nämlich kaum. J. K. Simmons entlockt James zu Beginn einige erhellende Informationen, neben ihm ist aber eigentlich nur noch Anna Lambe mit dabei, deren Rolle wir zur Vermeidung von Spoilern nicht weiter ausführen wollen. Ein Ex-Soldat und Ex-Militärhund, beide mit geschundenen Seelen, in kaum zu überbietender Freundschaft und Verbundenheit auf ungewollter, teilweise schwer gefährlicher Mission zurück zur Zivilisation – die Prämisse klingt nicht sonderlich einfallsreich, der Film hat aber einiges zu bieten, ob nun spannend, entspannend, rührend oder aufrührend.
Trailer:
Bewertung: 8 von 10 Punkten

