
Lee Cronin’s The Mummy
Darsteller: Jack Reynor, Laia Costa, Natalie Grace, May Calamawy
Regie: Lee Cronin
Dauer: 134 Minuten
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Website: www.warnerbros.de/de-de/filme/lee-cronins-mummy
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Kinostart: 16. April 2026
Nachdem der irische Regisseur und Drehbuchautor Lee Cronin 2019 mit „The Hole in the Ground“ ein äußerst solides Langfilmdebüt vorgelegt hatte verabreichte er 2023 dann mit „Evil Dead Rise“ amtlichen Splatter-Horror, der viel blutiger kaum daher kommen kann. Hiermit konnte er den finanziell erfolgreichsten Streifen des „Tanz der Teufel“-Franchises feiern, der satte 147 Millionen US-Dollar Einspielergebnis vorzuweisen hatte. Nun widmet er sich der nächsten langjährigen Horror-Reihe und hat sich anscheinend schon einen so guten Namen gemacht, dass er im Titel mit auftaucht – „Lee Cronin’s The Mummy“, vielleicht aber auch nur zur Unterscheidung im Pool der vielen Mummy-Filme so benannt. Zur Produktion des Streifen waren mit James Wan und Jason Blum noch weit größere Namen des Genres mit im Boot, also Atomic Monster und Blumhouse Productions als Studios, zusammen mit New Line Cinema.
Als in Ägypten ein einheimisches Ehepaar dunkle Zeichen erhält, ahnt es schon, dass eine unter dem Boden eines mit mit einer kleinen Pyramide versehehen Raums in einem Steinsarg versteckte Mumie wieder lebendig geworden sein könnte – was den Mann dann auch direkt das Leben kostet. Um den Fluch auf jemand anderen zu übertragen entführt dann die mit magischen Kräften ausgestattete Witwe (Hayat Kamille) die kleine Katie (Emily Mitchell), Tochter des Fernseh-Journalisten Charlie Cannon (Jack Reynor) und seiner erneut schwangeren Frau Larissa (Laia Costa), aus ihrem Garten in Kairo, wo sie seit einem halben Jahr leben. Wie sich herausstellt hatte die Kleine in einem zugewachsenen Eck des Anwesens schon eine Weile heimlich eine Freundin, die ihr Schokolade mitbrachte. Nun ist ein Loch im Zaun und Charlies Verfolgungsjagd durch den aufkommenden Sandsturm bleibt ohne Ergebnis. Katie ist verschwunden, und die Polizei findet sie auch nicht, so dass den traumatisierten Eltern nur Sohn Sebastián (Shylo Molina) und bald eine Neugeborene bleibt.
Acht Jahre später haben sich die Cannons, die inzwischen in New Mexico leben, zwar mit ihrem Schicksal irgendwie abgefunden, Charlie knabbert aber immer noch an seinen Schuldgefühlen, da er im Moment von Katies Entführung zu Hause war, während Larissa in Traurigkeit viel stiller geworden ist als einst – auch wenn Tochter Maud (Billie Roy) durchaus ein Sonnenschein ist. Plötzlich dann erhalten sie einen Anruf, dass Katie nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in einem mitgeführten Sarg gefunden wurde, aber lebendig. Das Wiedersehen ist dann aber kein einfaches, wirkt die etwas entstellt aussehende Tochter (nun Natalie Grace) doch nicht nur verständlicherweise traumatisiert, sondern ist generell in einem besorgniserregenden Zustand und zeigt bald auch fiese Seiten. Wie sich zeigen soll, wohnt durch alte ägyptische Bräuche das Böse in ihr, und dies bewegt sie zu grausamen Taten, wie Larissas Mutter Carmen (Verónica Falcón) bald als erste spüren soll.

(Foto: Patrick Redmond / © Warner Bros. Pictures)
Die Handlung von „Lee Cronin’s The Mummy“ klingt nicht sonderlich ungewöhnlich und eher wie von der Horror-Stange, der Ire arrangiert die mannigfaltigen Schockmomente im Film aber mit wahrlich brutalen, teilweise Ekel erzeugenden Bildern – FSK-18 ist leicht nachzuvollziehen – und massivem Einsatz von donnernder Bedrohung auf der Tonspur so, dass sie einem wirklich unter die Haut gehen.
Parallel wird einem dann auch mehr von den ritualen Hintergründen des Fluchs erklärt, nachdem Polizistin Dalia Zaki (May Calamawy) bei ihren Nachforschungen nicht nur auf die „Magierin“ stößt, sondern auch eine VHS-Kassette mit Katies Namen findet, auf der festgehalten ist, was einst mit der Kleinen gemacht wurde. Ein Archäologie-Professor (Mark Mitchinson) erklärt dem an seiner wiedergekehrten Tochter noch Schriftfetzen entdeckenden Charlie zudem einiges über die parasitären, bösen Nasmaranian, die in Katie gefangen scheinen.
Ordentlich gespielt von Jack Reynor („Midsommar“), Laia Costa („Victoria“, „Cinco lobitos“), Veronica Falcón („Queen Of The South“), May Calamawy („Moon Knight“) und auch den JungdarstellerInnen sowie handwerklich gut gemacht ergibt sich in der Summe dann ein solider, fieser Schocker, der seine Wirkung nicht verfehlt.
Trailer:
Bewertung: 8 von 10 Punkten

