Home Film„Greenland 2“ – die Katastrophenfilm-Fortsetzung überzeugt nur bis zur Hälfte (mit Gewinnspiel)

„Greenland 2“ – die Katastrophenfilm-Fortsetzung überzeugt nur bis zur Hälfte (mit Gewinnspiel)

Autor: Tobi

Am 24. April 2026 veröffentlichen TOBIS Film und LEONINE Ric Roman Waughs Katastrophenfilm-Fortsetzung „Greenland 2“ mit Gerard Butler als DVD, Blu-ray und 4K UHD (inkl. Blu-ray) sowie als limitiertes 4K-UHD-Steelbook (inkl. Blu-ray). Digital ist der Streifen bereits seit 20. März im Vertrieb von PLAION Pictures verfügbar. Wir verlosen ein Exemplar der Blu-ray und eines der DVD, welche uns hierfür netterweise zur Verfügung gestellt wurden – siehe unten.

"Greenland 2" Blu-ray (© TOBIS Film GmbH)

Verleih: TOBIS Film
Physischer Vertrieb: LEONINE Distribution
Digitaler Vertrieb: PLAION Pictures
Website: tobis.de/titel/greenland-2
Facebook: facebook.com/TobisFilm
Filmlänge: 99 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Jetzt bestellen bei Amazon.de


Im gut gemachten Katastrophenfilm „Greenland“ von Regisseur Ric Roman Waugh aus dem Jahr 2020 wurden wir Zeuge, wie es Gerard Butler als Familienvater John Garrity schließlich nach massiven Problemen doch noch gelang, mit seiner Frau Allison (Morena Baccarin) und Sohn Nathan (Roger Dale Floyd) einen der rettenden Bunker zu erreichen, die die US-Regierung in Grönland heimlich gebaut hatte, als der Einschlag des Kometen Clarke und seiner vielen Bruchstücke den Großteil des Lebens auf der Erde auslöschte – von Städten und Infrastukturen mal ganz zu schweigen. Ausgelöscht wurde auch der Kinostart des Films in vielen Ländern, durch die Covid-19-Pandemie, so dass der Streifen dort dann direkt als Video on Demand erschien. Trotzdem wurde er noch zu einem Erfolg, dem nun – natürlich wieder auf der großen Leinwand, wo der Vorgänger auch hingehört hätte – „Greenland 2“ folgen konnte.

Fünf Jahre sind seit dem Einschlag des Kometen vergangen, und immer noch lebt John (wieder Butler) mit Allison (wieder Baccarin) und Nathan (nun Roman Griffin Davis) sowie vielen anderen im Bunker in Grönland, denn sicher ist es außerhalb weiterhin nicht. Zum einen befinden sich nach wie vor abgespaltene Fragmente von Clarke im Gravitationsfeld der Erde und schlagen auf selbiger immer wieder munter ein, zum anderen gibt es durch die Strahlung versursacht massive Unwetterstürme, durch tektonische Verschiebungen kommt es immer wieder zu Beben, und die Luft sowie das Wasser sind außerdem radioaktiv verseucht. John ist einer von denen, die mit Schutzanzug und Maske immer wieder mal außerhalb nach brauchbaren Dingen suchen, und bei seinem neuesten Ausflug findet er neben einigen scheinbar nutzlosen Rettungsbooten am Strand in einem alten, auf Grund gelaufenen Frachter zumindest diverses Werkzeug. Über Funk vor einem aufziehenden Sturm gewarnt schafft er es dann gerade noch zurück ins sichere Innere des Bunkers.

Hier beraten sich dann auch bald wieder die Wissenschaftler und Verantwortlichen, wie es weiter gehen könnte, denn die Vorräte werden irgendwann in absehbarer Zeit aufgebraucht sein. Die Theorie, im riesigen Einschlags-Krater des Haupt-Kometen in Südfrankreich könnte schon wieder blühendes Leben entstanden sein, macht etwas Hoffnung – aber der Weg dorthin wäre weit, und Beweise liegen zudem nicht vor. Am besten bleiben alle also noch eine Weile im Bunker – oder eben dann doch nicht, lässt ein Erdbeben diesen doch plötzlich in sich zusammenfallen. John, Allison und Nathan schaffen es gerade noch so hinaus und gehören zu denen, die sich nun mit den besagten Rettungsbooten aufmachen Richtung Europa, wo sie im halb gefluteten Liverpool landen, der Weg in den erhofft rettenden Krater aber nach wie vor weit und voller Gefahren ist – und John scheint zudem alles andere als fit zu sein.

"Greenland 2" Szenenbild (© Tobis Film)

Morena Baccarin (Allison), Gerard Butler (John)
(© Tobis Film)

Erneut inszeniert von Regisseur Ric Roman Waugh, mit dem Gerard Butler als Hauptdarsteller ja auch bei den Actionfilmen „Angel Has Fallen“ (2019) sowie – weit besser – „Kandahar“ (2023) zusammen gearbeitet hatte, liefert der im Vergleich zum Vorgänger mit weit höherem Budget realisierte „Greenland 2“ zunächst in seiner ersten Hälfte eine ansprechende Fortsetzung, die sich gut anschauen lässt und auch wieder spannende, gut gemachte Momente bereit hält.

Dann aber mutiert der Streifen mehr und mehr zu einem Roadmovie mit zwei Hauptmotiven. Zum einen haben wir hier die Suche nach der nächsten gefährlichen Hürde, und auf dieser werden uns immer absurdere Action-Momente präsentiert, die hierdurch aber immer weniger zu fesseln wissen. Hinzu kommt die menschliche Komponente mit verschiedenen unterwegs getroffenen Personen wie einer alten, herzlichen Freundin in London oder diversen hilfsbereiten Franzosen, aber auch gewalttätigen Übergriffen bis hin zur Kriegshandlung – gepaart mit einer sich steigernden, irgendwann übertrieben erscheinenden Rührseligkeit, zudem einiger Vorhersehbarkeit. Insgesamt baut so die zweite Hälfte des Films dann doch in diversen Punkten qualitativ ab. Schade, hier hätte man dann doch mehr aus dem Thema herausholen können.

Darstellerisch agiert Gerard Butler in seinem Metier mal wieder sehr solide, und mit ihm spielen auch Morena Baccarin und der als Nathan neu besetzte Roman Griffin Davis ordentlich, der für sein noch nicht einmal als Teenager gegebenes Schauspieldebüt in Taika Waititis „Jojo Rabbit“ 2020 direkt als „Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical“ für einen Golden Globe nominiert war, seitdem aber nur in der fiesen Endzeit-Drama-Komödie „Silent Night – Und morgen sind wir tot“ (2021) und kürzlich in einer kleineren Rolle in „The Long Walk – Todesmarsch“ zu sehen war. Alles in allem bleibt ein Streifen, der zunächst gefällt, dann zum Mittelmaß abflaut.

Bonus-Material:

Als Extras findet man Interviews mit Gerard Butler und Ric Roman Waugh (21 Min.) sowie Morena Baccarin und Roman Griffin Davis (14 Min.), dazu drei deutsche und den englischen Trailer.

Trailer:

Bewertung: 6 von 10 Punkten

 


Weitere Spezifikationen:

Verkaufsstart: 24. April 2026
Bildformat DVD: 16:9 (2,40:1 Anamorph)
Bildformat BD: 16:9 (2,40:1 1080p/24)
Bildformat 4K: 16:9 (2,40:1 2160p)
Ton DVD: Dolby Digital 5.1
Ton BD + 4K: DTS-HD MA 7.1

(MUCKE UND MEHR ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)


Verlosung

Wir verlosen ein Exemplar der Blu-ray und eines der DVD. Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen, das gewünschte Format wählen und absenden. Einsendeschluss ist der 24. Juni 2026. Viel Glück!







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