Am 29. Mai 2026 veröffentlicht LEONINE mit „Fackham Hall“ eine im Filmformat angerichtete Persiflage auf britische Adelshausserien als Blu-ray und DVD sowie digital.

Verleih: LEONINE
Facebook: facebook.com/LEONINEStudios
Filmlänge: 97 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
In der Vergangenheit angesiedelte Adelshausserien wie „Downton Abbey“ oder „Bridgerton“ erfreuen sich immenser Beliebtheit, und da dachte sich der britisch-irische Komiker Jimmy Carr zusammen mit Bruder Patrick Carr und dem als „Dawson Bros.“ bekannten Comedy-Autoren-Trio, das aus den Brüdern Steve und Andrew Dawson sowie ihrem Freund Tim Inman besteht, dass man diese doch mal ordentlich persiflieren sollte. So schrieben sie das Drehbuch für „Fackham Hall“, für dessen Inszenierung sie Jim O’Hanlon mit ins Boot holten.
Im edlen, riesigen Land-Anwesen Fackham Hall residiert schon seit Generationen die Familie der Davenports. Lord Humphrey Davenport (Damian Lewis) hat hier von Reichtum bis zu vielen Bediensteten so ziemlich alles, nur fehlt ihm ein männlicher Thronfolger, der als sein Erbe den Verbleib auf Fackham Hall sicherstellen würde. Die jüngere Tochter Poppy (Emma Laird) scheint hier aber für Sicherheit zu sorgen, will sie doch Cousin Archibald (Tom Felton) ehelichen, womit das Anwesen in der Familie bliebe. Als die Gute dann aber während der Hochzeitszeremonie ihre Liebe zu einem Düngerverkäufer beichtet und aus der Kirche flieht, ist die Verwirrung genauso groß wie die Zukunftssorge.
Lady Prudence Davenport (Katherine Waterston) sieht nur die Lösung, dass ihre andere Tochter Rose (Thomasin McKenzie) in die Bresche springt und Archibald ehelicht, was beide aber nicht möchten, da sie ihn viel zu chauvinistisch findet und er sie wenig ansprechend. Hinzu kommt, dass sich Rose gerade frisch in den neuen Dienstburschen Eric (Ben Radcliffe) verguckt hat – nicht wissend, dass der als Waise aufgewachsene Taschendieb eigentlich nur einen Brief auf Fackham Hall abgeben sollte, wobei er fälschlicherweise für einen Bewerber gehalten und angestellt wurde. So entsteht einiges Chaos, was dadurch noch gesteigert wird, dass Lord Humphrey plötzlich ermordet aufgefunden wird, woraufhin Inspector Vuss (Tom Goodman-Hill) mit den Ermittlungen startet und alle verdächtig sind.

(© LEONINE Studios)
„Fackham Hall“ ist ein gutes Beispiel für Filme, die sehr unterschiedlich beim Publikum ankommen. Die Aufmachung des Ganzen mit dem schicken Adelssitz, der Garderobe und den Frisuren der ProtagonistInnen ist keinesfalls zu bemängeln, aber am Humor werden sich die Geister scheiden. Vermutlich weiß man schon nach den ersten Szenen wie dem Bimmeln der Glocke aus dem Masturbations-Zimmer oder von hinten seine Arme für den Lord nutzendem Diener, ob man hier viel Spaß haben wird und lachen kann, oder ob eben nicht.
Derbe, zotige, politisch nicht immer korrekte Gags, Slapstick und ein dauerhaft durchgezogenes Feuerwerk an Kalauern – die im englischen Original etwas besser funktionieren als im Deutschen – bestimmen den Streifen. Einige Ideen wissen hierbei zu überzeugen, wie Jimmy Carr als Pfarrer mit fragwürdigem Überlesen der Punktuation oder Jason Done als Schriftsteller J.R.R. Tolkien, der hier als Gast des Hauses einige Ideen für seinen „Herr der Ringe“ notiert – und auch die Schauspielriege mit Thomasin McKenzie, Ben Radcliffe, Katherine Waterston und Damian Lewis ist reizvoll gecastet.
Insgesamt schafft es „Fackham Hall“ aber zumindest bei mir nicht, wirkliche Lacher zu erzeugen und ist für mich daher auch nicht ansatzweise mit dem tollen Humor von Monty Python oder Werken von Zucker, Abrahams & Zucker zu vergleichen, und genau in dieses Fahrtwasser wollten die Macher anscheinend mit der Persiflage steuern.
Bonus-Material:
Als Extra findet man lediglich den Trailer.
Trailer:
Bewertung: 5 von 10 Punkten

Weitere Spezifikationen:
Verkaufsstart: 29. Mai 2026
Bildformat: 16:9 (2,39:1)
Ton DVD: Dolby Digital 5.1
Ton BD: DTS-HD MA 5.1
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