Home Film„David“ – der biblische Animationsfilm vermittelt gut unterhaltend wichtige Werte

„David“ – der biblische Animationsfilm vermittelt gut unterhaltend wichtige Werte

Autor: Tobi

"David" Filmplakat (© Kinostar Filmverleih)

David

Animation
Regie: Phil Cunningham und Brent Dawes
Dauer: 109 Minuten
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Website: www.kinostar.com/david
Facebook: facebook.com/KinostarFilmverleih
Instagram: instagram.com/kinostar_filmverleih
Kinostart: 17. September 2026


Die Geschichte von David und Goliath ist den meisten aus dem Religionsunterricht bekannt, selbst wenn sie nicht aus eigenem Interesse die Bibel lesen sollten. Dass der junge Hirte hier den riesigen Krieger mit einer Steinschleuder besiegt, steht für die Chancen der Schwachen, mit Vertrauen in Gott auch übermächtige Gegner bezwingen zu können. Dass David dem Hünen dann noch den Kopf abschlägt, ist für das Sinnbild eigentlich gar nicht notwendig, verleiht der Heldengeschichte aber umso mehr Nachdruck. Die Überlieferung aus dem Alten Testament, in der die Auseinandersetzung der Heere der Israeliten mit den Philistern so beendet wird, die anschließend geschockt den Rückzug antreten, wird nun kindgerecht – ja, das Köpfen steht nicht im Mittelpunkt – im Animationsfilm „David“ erzählt, der sich auf selbigen fokussiert.

Dass ein biblisches Thema nicht abschreckt sieht man daran, dass die knapp über 60 Millionen US-Dollar teure Produktion an den Kinokassen bereits über 90 Millionen wieder eingespielt hat, und Starts wie nun bei uns oder in Japan stehen ja erst noch an. Aber warum sollte es auch nicht funktionieren, sind viele der Botschaften doch sehr zeitgemäß und bietet die Bibel doch so einige spannende Geschichten. Wenn das Ganze wie hier so aufbereitet wird, dass es für Kinder wie auch Erwachsene funktioniert, dann umso besser.

Aber der Reihe nach. Wir lernen den jungen, talentiert muszierenden Hirten David im israelischen Bethlehem 1.000 v. Chr. als eines mehrerer Kinder von Jesse und Nitzevet kennen. Als er dann eine Schafsherde mit jeder Menge Mut vor einem asiatischen Löwen rettet und diesen hierbei noch verschont, sagt ihm zu seiner totalen Überraschung der Prophet Samuel im Geheimen vorher, er werde König von Israel werden. Momentan aber ist dies noch Saul, der keinesfalls abzutreten plant, und für den soll David erst einmal in Gibea die Lyra spielen und singen, womit es ihm sogar gelingt, den aufgebrachten Regenten zu beruhigen.

Als dann die Armee der Philister unter König Achisch nahe rückt, um die Israeliten anzugreifen, sind alle geschockt, haben sie doch im fast drei Meter großen Goliath einen wahren Riesen in ihren Reihen – und für ein Duell mit diesem muss erst einmal ein Herausforder gefunden werden. Im Glauben an Gott und seine zukünftige Rolle stellt sich David, der eigentlich nur als Bote anwesend ist, zum Kampf.

"David" Szenenbild (© Kinostar Filmverleih)

(© Kinostar Filmverleih)

Wie dieser ausgeht, das wissen wir, hiermit ist der Film aber lange nicht abgeschlossen. Jahre später ist David ein junger Mann und Soldat in Sauls Heer, wo er in Jonathan einen engen Freund gefunden hat und generell viele Bewunderer besitzt. Dies missfällt Saul, der in ihm seinen potentiellen Nachfolger vermutet, und so versucht er, David mit einer List aus dem Weg zu räumen.

Der biblische Animationsfilm „David“ vermittelt gut unterhaltend wichtige Werte, ohne hier zu sehr in kirchliche Sprache zu entgleiten, was für Kinder auch nicht passend gewesen wäre. Vielmehr sehen wir die abenteuerliche Geschichte eines Jungen, dem unvermittelt eine große Rolle im Land prophezeit wird und der mit Mut und sympathischem Auftreten einiges erreicht.

Da David musikalisches Talent besitzt, ist der Film mit einigen Songs gespickt, die gut funktionieren – und seine Sprecher wissen auch gesanglich zu überzeugen. Score-Komponist Joseph Trapanese fuhr auch groß auf, arbeitete mit einem 80-köpfigen Orchester ebenso wie mit einem 24-stimmigen Chor und dem nahöstlichen Musiker Yaron Cherniak für zum Inhalt passende, regionale Klangfärbung. Dass Trapanese als Produzent und Arrangeur an den erfolgreichen Songs zu „The Greatest Showman“ mitgearbeitet hat, meint man hier und dort herauszuhören.

Die Regisseure Phil Cunningham und Brent Dawes haben mit „David“ einen sehr anständigen Animationsfilm erschaffen, der auch optisch zu gefallen weiß, in den Umgebungen hierbei noch mehr als in der Umsetzung der Figuren, an deren Besonderheiten wie Kantigkeit und wallendes Haar man sich aber auch schnell gewöhnt. Und damit die Handlung nicht zu trocken erzählt wird, gibt es zusätzlich aufheiternde Figuren wie Davids jüngere Schwester Zeruiah oder als Sidekick Schaf Tali. Das Ergebnis aller Komponenten weiß zu gefallen und ist auch für erwachsenes Publikum nicht langweilig.

Trailer:

Bewertung: 7 von 10 Punkten

 

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