Home Film„Vaiana“ – in der nahe am Original gehaltenen Live-Action-Adation macht Dwayne Johnson Spaß

„Vaiana“ – in der nahe am Original gehaltenen Live-Action-Adation macht Dwayne Johnson Spaß

Autor: Tobi

Am 30. Oktober 2026 veröffentlichen Disney Home Entertainment und LEONINE Studios die vor allem durch Dwayne Johnson viel Spaß bereitende Live-Action-Adation des 2016er-Animationserfolgs „Vaiana“ als Blu-ray, DVD, 4K Ultra-HD (mit Blu-ray) und limitiertes 4K-UHD-Steelbook (mit Blu-ray).

"Vaiana" Blu-ray (© LEONINE Studios)

Verleih: Disney Home Entertainment
Vertrieb: LEONINE Studios
Facebook: facebook.com/disneydeutschland
Filmlänge: 115 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch (DVD, 4K), Polnisch (4K), Tschechisch (4K), Dänisch (4K), Finnisch (4K), Norwegisch (4K), Schwedisch (4K)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch (DVD, 4K), Polnisch (4K), Tschechisch (4K), Dänisch (4K), Finnisch (4K), Norwegisch (4K), Schwedisch (4K)
FSK: freigegeben ab 6 Jahren

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Nachdem Disney in den letzen Jahren ja schon einige Live-Action-Adationen von Zeichentrick- bzw. Animationsklassikern bot und hiermit mal enttäuschte wie beim mit diversen fragwürdigen Modernisierungen überflüssigen „Schneewittchen“ und mal zu überzeugen wusste wie zuletzt bei der charmanten Neuauflage von „Lilo & Stitch“, folgt nun mit „Vaiana“ eine sehr zeitnahe, stammt der Animationserfolg doch gerade einmal aus dem Jahr 2016. Über 687 Millionen US-Dollar wurden damals eingespielt und somit etwa das Vierfache vom Budget – was dann noch um einiges übertroffen wurde von der 2024er-Fortsetzung „Vaiana 2“, die die Milliardenmarke knacken konnte. Einen solchen Erfolg konnte die hier vorliegende Live-Action-Adation nicht verbuchen und blieb an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück, obwohl sie sich durchaus lohnt.

Im englischsprachigen Original war es in beiden Animationfilmen Schauspielstar Dwayne Johnson, der dem massigen Halbgott Maui seine Stimme lieh, hierbei auch ordentlich sang. Er ist es nun auch, der als großer Trumpf der Live-Action-Umsetzung für viel Spaß sorgt, weil seine Figur mit ihren sich bewegenden Tattoos witzig ist, aber auch weil der muskelbepackte Ex-Wrestler sehr charismatisch und spielfreudig agiert. An seiner Seite sehen wir die Ende 2006 geborene Australierin Catherine Laga’aia in der Titelrolle, und auch sie macht ihre Sache wirklich gut, darstellerisch wie auch gesanglich.

In puncto Story bewegt sich das Remake ganz nahe am Original. Nachdem Maui einst der für wundervolle Natur sorgenden Göttin Te Fiti ihr „Herz“, einen grün leuchtenden, magischen Stein, gestohlen und diesen dann im Meer verloren hatte, verwandelte sich diese in das zornige Lavamonster Te Ka. Die Auswirkungen erreichen nun auch die polynesischen Insel Motonui, auf der die 16-jährige Häuptlingstochter Vaiana schon seit ihrer Kindheit vom Vater Tui (John Tui) vermittelt bekommt, dass sie trotz enger Verbundenheit zum Ozean niemals über das die Insel umschließende Riff hinaus segeln dürfe, da ansonsten Verderben drohe.

Nun aber gehen immer mehr Pflanzen ein, im Wasser vor dem Riff finden sich keine Fische mehr, und somit droht Hungersnot. Durch ihre Großmutter Tala (Rena Owen) findet Vaiana eine versteckte Höhle und erfährt, dass die Ahnen einst auf hohe See hinaus fuhren, und dass sie ihr Volk und die Insel retten könne, wenn sie Maui finden und ihn dazu bewegen würde, Te Fiti den magischen Stein zurück zu bringen. So macht sich das mutige Mädchen mit einem der Segelboote ihrer Vorfahren auf den Weg – und zu ihrer Überraschung ist ihr dümmliches, aber liebevolles Huhn Hei Hei mit an Bord.

"Vaiana" Szenenbild (© 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.)

Catherina Laga’aia als Vaiana
(© 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.)

Die Geschichte ist die gleiche geblieben. Der Ozean unterstützt die offensichtlich auserwählte Vaiana, und der zunächst strikt ablehende Maui, der durch seinen an die Monsterkrabbe Tamatoa verlorenen Götterhaken Kraft und Wandlungsfähigkeit eingebüßt hatte, wird vom hartnäckigen, tapferen Mädchen dann doch inspiriert, sich mit ihr auf den Weg zu machen, um alte Wunden wieder zu kitten und die Menschen wie Natur zu retten.

Wie erwähnt ist Dwayne Johnson ein großer Trumpf der Live-Action-Adaption, die ab seinem Erscheinen so richtig an Fahrt aufnimmt und dann auch immer wieder Lacher zu erzeugen weiß – selbst seine etwas übertriebene Perücke nimmt man so gerne hin. Die sonstige Umsetzung weiß aber auch zu gefallen, genauso farbenfroh wie das Original, optisch gut gestaltet – und während die kompromisslosen Kokosnuss-Piraten der Kokomora sowie Riesenkrabbe Tamatoa und Lavamonster Te Ka für actionreiche Szenen sorgen, bringt Huhn Hei Hei als mitreisender Sidekick heitere Momente sowie Schwein Pua zu Hause Niedlichkeit. Songs wie „Ich bin bereit“ (im Original das Oscar®-nominierte „How Far I’ll Go“) oder Mauis groovige Gute-Laune-Nummer „Voll gerne“ („You’re Welcome“) bescheren zudem auch hier gute musikalische Momente.

Diese sind wohl auch mitverantwortlich dafür, dass Thomas Kail die Regie übertragen wurde, der vor allem für seine Off- und On-Broadway-Inszenierungen von „Hamilton“ sowie dessen für Disney+ gebotenen Mitschnitt Anerkennung und Preise einheimsen konnte, hier nun erstmals für einen Kinofilm verantwortlich zeichnete. Der neben Dwayne Johnson auch mit zu den Produzenten gehörenden Lin-Manuel Miranda, der 2016 zusammen mit Opetaia Foa’i und Mark Mancina die Songs für „Vaiana“ erschuf, hat als Buch-, Songs- und Texteschreiber für „Hamilton“ wohl ein gutes Wort für ihn eingelegt, und mit dem schmissigen „Along The Way“ komponierte er auch ein neues, gutes Stück für das Remake, welches im Abspann von der 2016er-Vaiana-Originalstimme Auli’i Cravalho zusammen mit Catherine Laga’aia und Dwayne Johnson in einer langen Version zu hören ist.

Schon wegen Johnson lohnt sich die Originalversion, aber in der deutschsprachigen wissen die Stimmen um Emilia Raschewski (Sprache) und Musicaldarstellerin Chiara Fuhrmann (Gesang) als Vaiana sowie David Mayonga alias Roger Rekless als Maui (wie schon in „Vaiana 2“) ebenfalls zu gefallen. Aber hierüber haben wir uns eigentlich auch keine Sorgen bzgl. eines Qualitätsverlusts gemacht, trifft Disney seine Auswahl doch immer sehr zuverlässig. Insgesamt beschert die Live-Action-Adation von „Vaiana“ in jedem Fall genug Freude, um sie nicht überflüssig erscheinen zu lassen.

Bonus-Material:

Als lohnenswerte Extras findet man auf der Blu-ray und 4K neben einer „Sing‘ mit beim Film“-Version des Streifens unter dem Obertitel „Jenseits des Riffs“ die Featurettes „Erstes Licht: Die Reise beginnt“ (8 Min.), „Ruf von der anderen Seite des Meeres“ (5 Min.), „Halbgott: Maui erwacht zum Leben“ (4 Min.), „Die ganze Familie ist stolz: Das Herz von Motunui“ (4 Min.), „Motunui: Es braucht ein Dorf, um ein Dorf zu bauen“ (10 Min.), „Sich im Einklang bewegen: Der Puls der Insel“ (7 Min.), „Insel-Fashion: Geschichte tragen“ (7 Min.), „Zurückkehrende Stimmen: Musik bringt uns nach Hause“ (7 Min.) und „Mana: Der Geist, der uns führt“ (5 Min.), außerdem kann man in einer Liederauswahl die Stellen des Films mit den Songs „Tulou Tagaloa“, „An Innocent Warrior“, „Wo du bist“, „Ich bin bereit“, „Wir kennen den Weg“, „Ich bin bereit (Reprise)“, „Voll gerne“, „Glänzend“, „Auf deinem Weg“, „Ich bin Vaiana“, „Wer du bist“ und „Wir kennen den Weg (Finale)“ direkt anwählen.

Trailer:

Bewertung: 8 von 10 Punkten

 


Weitere Spezifikationen:

Verkaufsstart: 30. Oktober 2026
Bildformat DVD: 16:9 (2,39:1)
Bildformat BD: 16:9 (2,39:1 1080p High Definition)
Bildformat 4K: 16:9 (2,39:1 2160p High Definition)
Ton DVD: Dolby Digital 5.1
Ton BD: Dolby Digital Plus 7.1 (De, It), DTS-HD MA 7.1 (En)
Ton 4K: Dolby Digital Plus 7.1 (De, It), Dolby Atmos 7.1.4 (En), Dolby Digital 5.1 (sonstige)

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