Home Film„Godzilla Minus Zero“ – ein packender, epischer, nostalgischer und vielschichtiger Monster-Action-Thriller

„Godzilla Minus Zero“ – ein packender, epischer, nostalgischer und vielschichtiger Monster-Action-Thriller

Autor: Tobi

"Godzilla Minus Zero" Filmplakat (© PLAION Pictures)

Godzilla Minus Zero

Darsteller: Ryûnosuke Kamiki, Minami Hamabe, Min Tanaka, Hidetaka Yoshioka
Regie: Takashi Yamazaki
Dauer: 135 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Facebook: facebook.com/plaion.pictures
Instagram: instagram.com/plaionpictures
Kinostart: 29. Oktober 2026


Neben einigen Superhelden und Horrofilm-Fieslingen gehören auch prominente tierische Monster zu den Spezies, die irgendwie nicht tot zu kriegen sind – weil die ZuschauerInnen fast jeden Streifen zum Blockbuster machen, und so werden halt immer neue Geschichten erdacht. Riesenechse Godzilla ist neben dem monströsen Kong eine der bekanntesten Figuren, und mit „Godzilla Minus Zero“ liegt tatsächlich schon der 39. Film im Godzilla-Franchise vor, gleichzeitig der 34., der vom japanischen Toho-Studio produziert wurde, und der sechste in der sogenannten „Reiwa Ära“, die 2016 mit „Shin Godzilla“ (übersetzt etwas wie „der neue Godzilla“ oder „der göttliche Godzilla“) begann, der direkt zum erfolgreichsten japanischen Film der Reihe avancierte. Nachdem der 1945 bis 1947 und somit anschließend an den Zweiten Weltkrieg spielende „Godzilla Minus One“ (2023) von Regisseur und Drehbuchautor Takashi Yamazaki zuletzt diverse Preise abräumen konnte – hierunter einen Oscar® für „Beste Visuelle Effekte“ – und mit mehr als 115 Millionen US-Dollar sein Budget mehr als elffach wieder hereinholte, war es klar, dass es mit Godzilla weiter gehen würde, auch wenn er am Ende des Streifens eigentlich auch dank des ehemaligen Kamikaze-Piloten Kōichi Shikishima (Ryunosuke Kamiki) zerfetzt wurde und seine Überreste im Meer versanken.

In „Godzilla Minus Zero“ sehen sich die Regierung, Forscher und nicht zuletzt auch die Bevölkerung im immer noch um Wiederaufbau und Stabilität bemühten Japan zwei Jahre später einer neuen Bedrohung gegenüber, die immer unbezwingbarer erscheint. Der Frieden existiert 1949 zwar, aber nun sorgt ein neues Kaiju-Monster für Zerstörung. Die Wissenschaftler um den emsigen, gewissenhaften Kanji Murakami (Min Tanaka) und das Team von Kenji Noda (Hidetaka Yoshioka), dem Chef des Large-Scale Disaster Response Bureau, sehen sich gezwungen, auch Kōichi Shikishima wieder mit einzubeziehen.

Dieser wollte mit seiner Frau Noriko (Minami Hamabe), die einen Monster-Angriff nicht ohne Folgen überlebt hatte, und Adoptivtochter Akiko (Sae Nagatani) nun eigentlich in Ruhe leben, willigt aber ein, als Ratgeber für die Regierung zu agieren – wobei es nicht bleiben soll. Und ja, auch der im Titel genannte Godzilla hat sich unter Wasser berappelt, taucht wieder auf und wird nach ersten fehlgeschlagenen Vernichtungsversuchen bewusst als Gegenwaffe gegen das Ghidorah benannte Wesen eingesetzt, wobei hier nicht alles wie geplant laufen soll.

"Godzilla Minus Zero" Szenenbild (© 2026 TOHO)

(© 2026 TOHO)

„Godzilla Minus Zero“ ist nicht nur auf Grund seiner 135 Minuten episch, sondern auch mit all seiner Vielschichtigkeit. Takashi Yamazaki bietet einen Monsterfilm, der als solcher schon einiges an Spektakel bietet – auf Grund einer bei der Pressevorführung überreichten Bitte, ZuschauerInnen so wenig wie möglich zu verraten, möchten wir hier nicht ins Detail gehen.

Der Streifen geht aber noch viel tiefer, wenn körperliche wie seelische Wunden aus Hiroshima eine Rolle spielen und einzelne Individuen nicht nur aktuelle Bedrohungen zu bekämpfen suchen, sondern auch ausgemachte politische Feinde und ihre eigenen Dämonen. Zudem wird eine dramatische Familiengeschichte um Kōichi Shikishima, die an Wichtigkeit gewinnende Noriko und die arme kleine Akiko erzählt, die durchaus ans Herz geht.

Mit seinen geschickt eingefärbten und aufbereiteten Bildern lässt „Godzilla Minus Zero“ schnell Nostalgie aufkommen, und die monströsen Szenen bieten wieder spektakuläre Spezialeffekte. Insgesamt verwebt sich das Ganze zu einem äußerst ansehnlichen, gut unterhaltenden Film, mit dem Takashi Yamazaki an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen dürfte.

Trailer:

Bewertung: 8 von 10 Punkten

 

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