
Annie Taylor
„Out Of Scale“
(Album, Clouds Hill Music, 2026)
Annie Taylor aus der Schweiz rocken auf ihrem dritten Album „Out Of Scale“ wieder amtlich ab und man hat das Gefühl, der Formation um Sängerin/Gitarristin Gini Jungi anzuhören, dass sie auch schon einige internationale Erfahrungen gesammelt hat, spielte sie doch z.B. in den USA auf dem South by Southwest (SXSW) Festival sowie bei der Radiostation KEXP in Seattle.
Zusammen mit Gitarrist Tobias Arn, Bassist Michael Mutter (der inzwischen durch Josip Tijan ersetzt wurde) und Schlagzeuger Daniel Bachmann hat die stimmlich facettenreich überzeugende Frontfrau elf neue Songs aufgenommen, die vor allem von Freundschaften, Gefühlen und Liebesbeziehungen handeln – und der Frust schlechter Erfahrungen und Chaos spiegeln sich in den den Stücken ebenso wie Hoffnung und Euphorie.

(© Danny Kötter)
Die Indie-Rock-Combo aus Zürich, die sich in einer Bar in den Schweizer Bergen nach dem Snowboarden kennenlernte und sich nach der US-amerikanischen Lehrerin Annie Edson Taylor benannte, die 1901 als erster Mensch das Hinabstürzen der Niagarafälle in einem Fass nur am Hinterkopf verletzt überlebte, eröffnet die 42 Minuten der Scheibe mit jeder Menge Biss, geht „Alligator“ doch treibend voran.
Genauso mitreißend hatte sich bereits die druckvoll und flott abrockende erste Single „Lucidity“ präsentiert, die mit jeder Menge Energie in spontane nächtliche Erlebnisse manövriert.
Dass Annie Taylor nicht nur mit durchgedrücktem Gaspedal zu überzeugen wissen, das zeigen sie mit entspannter daher kommenden, mehr auf Melodien setzenden Nummern wie dem ruhiger abgroovenden „Fire“, dem gemütlich im Midtempo angelegten „That City“ oder dem als weitere Single sanft ins Ohr fließenden „The Ocean“ über die Ahnung, dass etwas auseinanderbrechen könnte, während gerade noch schöne Momente existieren.
Mit dem rotziger anmutenden „The Cure“, dem mit fetten Riffs ausgestatteten „Overload“ und „What Do You Have To Sell?“ gibt es aber auch noch einige weitere progressive Rocksongs, und irgendwo dazwischen wissen auch „Silence“ und „Something Ain’t Right“ zu gefallen. Mit dem ruhiger angerichteten „Places“ wird ein abwechslungsreicher, starker dritter Longplayer von Annie Taylor abgeschlossen, der ein breites Publikum verdient hätte.
Hier sind Annie Taylor live zu sehen:
22.05.26 CH-Zürich, Plaza
24.05.26 Mainz, Open Ohr
28.05.26 CH-Luzern, Schüür
29.05.26 CH-Solothurn, Kofmehl
30.05.26 CH-Martigny, Sunset Bar
18.06.26 CH-Bern, Rössli
26.06.26 CH-Basel, HillChill Openair
11.07.26 Hamm am Rhein, Open Air Hamm
08.08.26 Schierling, Labertal Festival
27.08.26 Dortmund, Subrosa
28.08.26 Hamburg, Molotow
29.08.26 Lehrte, Zytanien Festival
01.09.26 Dresden, Ostpol
02.09.26 München, Milla
03.09.26 A-Graz, Music House
04.09.26 A-Wien, Kramladen
05.09.26 Bad Sulza, Saalepartie
08.09.26 Köln, Bumann und Sohn
10.09.26 Kirchzarten, Rock am Bach
11.09.26 Berlin, Cassiopeia
12.09.26 Marburg, KFZ
07.10.26 Nürnberg, MUZ
08.10.26 Langenberg, KGB
09.10.26 Siegen, Vortex
www.annietaylorband.com
facebook.com/annietaylorband
instagram.com/annietaylorband
Bewertung: 8 von 10 Punkten

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