Am 10. April 2026 hat Pandastorm Pictures das unterhaltsame Biopic „Creation Stories: Der Mann, der Oasis entdeckte“ über Musik-Mogul Alan McGee als Blu-ray veröffentlicht, welches digital bereits seit dem 20. Februar verfügbar ist. Wir verlosen zwei Exemplare der Blu-ray, welche uns hierfür netterweise zur Verfügung gestellt wurden – siehe unten.

Verleih: Pandastorm Pictures
Website: www.pandastorm.com/detail/creationstories
Facebook: facebook.com/PandastormPictures
Instagram: instagram.com/PandastormP
Filmlänge: 110 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Der bereits aus dem Jahr 2021 stammende Film „Creation Stories: Der Mann, der Oasis entdeckte“ ist bei uns nun also auch synchronisiert im Heimkino verfügbar, angekündigt als „wildes Musik-Biopic von den ‚Trainspotting‘-Schöpfern“. Nun ja, inszeniert wurde das Ganze von Nick Moran („Bube, Dame, König, grAS“, „The Musketeer“), einem nicht am 90er-Kultfilm beteiligten Regisseur, das Drehbuch verfasste aber „Trainspotting“-Romanautor und -Nebendarsteller Irvine Welsh zusammen mit Dean Cavanagh. Der damalige Regisseur Danny Boyle gehörte nun mit zu den ausführenden Produzenten, und in der Hauptrolle sehen wir mit Ewen Bremner einen der führenden „Trainspotting“-Akteure. Eine gewisse Andockung ist also gegeben, und diese kann man – wenn man denn möchte – auch stilistisch erkennen im rasanten Schnitt.
Basierend auf der 2013 veröffentlichten Autobiografie „Creation Stories“ von Alan McGee wird uns die Lebensgeschichte des Schotten verabreicht, der gespielt von Bremner in der Rahmenhandlung nach Los Angeles fliegt und uns im Flieger kurz eröffnet, dass er im Geld ertrinke, und das als „kleiner rothaariger Spinner aus Glasgow“. Angekommen in L.A. gibt er nach Konsum gekauften Kokains aufgedreht und energetisch der hübschen Journalistin Gemma (Suki Waterhouse) ein Interview über seinen Werdegang. Dieses führt uns zu den Rückblicken, seiner Geschichte.
Im Teenager-Alter ist Alan (hier Leo Flanagan) fasziniert und begeistert von Musik wie der von David Bowie, und auch von dessen schrillem Auftreten, so dass er sich sogar schminkt, was seinen rüden Vater mächtig sauer macht, der den Sohnemann lieber ordentlich in einer vernünftigen Laufbahn als Elektriker sehen möchte. Für den Jungen ist dies aber nichts, und nachdem er den ebenfalls musikbegeisterten Bobby Gillespie (Ciaran Lawless) kennen lernt, den er auf ein Konzert von Thin Lizzy mitnimmt, und die Sex Pistols mit ihrem Punk mächtig Eindruck hinterlassen, gründen die beiden zusammen mit Gitarrist Andrew Innes die Band Drains – mit viel Krach, aber ohne Erfolge.

Ewen Bremner als Alan McGee
(© 2020 CREATION STORIES LTD. ALL RIGHTS RESERVED.)
Um in der Musikszene Fuß zu fassen gehen McGee und Innes nach London, wo sie die Band The Laughing Apple gründen, in der Alan den Bass spielt und auch singt. Auch hier bleiben Erfolge komplett aus, so dass er sich mit einem Job bei der Bahn über Wasser hält. Vom Lohn presst er erste Platten und kommt auf die Idee, Bands zu managen. Mit der Heirat seiner aus Glasgow mit in die englische Hauptstadt gezogenen Freundin Yvonne gibt es privat Grund zum Feiern, beruflich aber will das Ganze noch nicht anlaufen. Erst das Betreiben des Clubs „The Living Room“ bringt Alan weiter, denn hier treten einige ihn prägende Bands auf, wie die Television Personalities mit ihrer irren Mischung aus Punk und Comedy.
Schließlich wird Creation Records gegründet und mit The Jesus And Mary Chain eine schottische Band unter Vertrag genommen. Trotzdem naht die Pleite, die Geldeintreiber stehen schon vor der Tür, die Bank verweigert weitere Kredite. Die Trennung von der plötzlich schwangeren Yvonne samt späterer Scheidung hellt Alans Alltag auch nicht auf – das scheinen nur die Drogen zu schaffen, die er schon lange konsumiert, viel zu ausgiebig. Visionen und irgendwie auch ein Gesetz von Margaret Thatcher halten Alan über Wasser, der dann mit My Bloody Valentine erste Erfolge feiert, auch wenn sie ihn während einer zweijährigen Produktionszeit fast verzweifeln lassen.
Gesund lebt Alan weiter nicht, kommt in Manchester dann auch in den Sog von Acid House und Ecstasy, taucht in die Szene ein. My Bloody Valentine bescheren schließlich drei Geld bringende Alben, aber ausgerechnet der Tod von Alans Mutter soll dann den ersehnten Reichtum einleiten. Den Zug zu deren Beerdigung verpasst der Chaot nämlich, landet dann aber im Livemusikschuppen „King Tut’s“, wo sich die total unbekannten Oasis einen kurzen Auftrittsslot erkämpfen – und diese nimmt McGee schließlich unter Vertrag.
„Das meiste ist so passiert“ heißt es zu Beginn von „Creation Stories: Der Mann, der Oasis entdeckte“, und doch lässt die überdrehte und ständig überzogen wirkende Machart des Biopics an einigem zweifeln. Mächtig selbstverliebt und auch nicht zwingend sympathisch lernen wir den reichen McGee kennen, der während des weltweiten Erfolgs von Oasis einen Entzug macht, in die Politik als Unterstützer der Labour Party einsteigt und so auch auf den Landsitz von Tony Blair eingeladen wird. Dass ihn all sein Drogenkonsum aber fast das Leben kostete und er so auch an Oasis‘ Durchbruch so gut wie nicht teilnehmen konnte, das ist hier fast nur eine Randnotiz – die in den Extras gebotene Doku wird hier weit deutlicher und irgendwie auch ehrlicher.
Der „President of Pop“ – so sein Namensschild im Büro von Creation Records – war anscheinend auch der absolute President of Chaos. Das führt in rasantem Schnitt zwar zu einem unterhaltsamen Film, der aber zu glorifizierend daher kommt mit all dem schädlichen Konsum als ständigem Begleiter. Dieser gehörte zwar mit zum Alltag, wird aber zu wenig kritisch ausgeleuchtet für einen FSK-12-Streifen. Musikfreunde finden aber sicher einiges Interessantes im Film, sei es über Bobby Gillespie, der erst Drummer von The Jesus And Mary Chain war und dann als Sänger von Primal Scream auch auf Creation Records für weit mehr Erfolg sorgte, seien es Personen wie DJ Jimmy Savile (Alistair McGowan) oder Sex-Pistols-Manager Malcolm McLaren (Nick Moran selbst).
Bonus-Material:
Als absolut lohnenswerte Extras, die die Gesamtwertung für die Blu-ray um einen Punkt anheben, findet man die als Ergänzung sehenswerte, erwähnte Dokumentation „Upside Down: Die Creation Records Story“ (101 Min.), sieben Featurettes (insg. 75 Min.) unter dem Obertitel „Filming Creation Stories“, Interviews mit Alan McGee (4 Min.), Irvine Welsh (8 Min.), Nick Moran (8 Min.), Ewen Bremner (10 Min.) und Jason Isaacs (3 Min.), sowie den deutschen wie auch originalen Trailer.
Trailer:
Bewertung: 7 von 10 Punkten

Weitere Spezifikationen:
Physischer Verkaufsstart: 10. April 2026
Digitaler Start: 20. Februar 2026
Bildformat: 16.9 (1,85:1)
Ton Blu-ray: DTS-HD MA 5.1
(MUCKE UND MEHR ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)

Wir verlosen zwei Exemplare der Blu-ray, welche uns hierfür netterweise zur Verfügung gestellt wurden. Zur Teilnahme einfach das folgende Formular ausfüllen und absenden. Einsendeschluss ist der 10. Juni 2026. Viel Glück!
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