Home Film„Ice Cream Man“ – Eli Roth bietet einen ermüdenden, erschreckend miesen Slasher mit abschlachtenden Kindern

„Ice Cream Man“ – Eli Roth bietet einen ermüdenden, erschreckend miesen Slasher mit abschlachtenden Kindern

Autor: Tobi

"Ice Cream Man" Filmplakat (© STUDIOCANAL)

Ice Cream Man

Darsteller: Ari Millen, Eli Roth, Benjamin Byron Davis, Karen Cliche
Regie: Eli Roth
Dauer: 87 Minuten
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Website: www.studiocanal.de/title/ice-cream-man-2026
Facebook: facebook.com/STUDIOCANAL.GERMANY
Instagram: instagram.com/studiocanal.de
Kinostart: 6. August 2026


Mit Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent Eli Roth verbindet man vor allem Slasher-Horror, bot er in dem Genre doch nicht nur seine ersten Streifen „Cabin Fever“ (2002) und „Hostel“ (2005). Mit den Thrillern „Knock Knock“ (2015) und „Death Wish“ (2018) sowie der Fantasy-Komödie „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ (2019) und der im Streaming gebotene Hai-Doku „Fin“ (2021) verabschiedete er sich dann mal eine Weile in andere Gewässer, und das hin und wieder auch mit gutem Ertrag. 2023 dann aber kehrte Roth mit „Thanksgiving“ zu den Slashern zurück, machte hierbei aus einem einstigen Fake-Trailer einen ordentlichen Langfilm mit fiesen Kills, was dem Zielpublikum gefiel. Dem dann auch solide erfolgreichen Schocker folgte mit der teuren SciFi-Action-Komödie „Borderlands“ (2024) ein massiver Flop, so dass es nicht überrascht, dass Roth sich mit dem budgetär sichtbar wenig ausufernden „Ice Cream Man“ in seine Komfortzone begibt und den nächsten Slasher in die Waffel rollt.

Dieser kommt allerdings weit weniger reizvoll daher und erschreckt nur mit einer reichlich öden Story und dürftiger Umsetzung. In der US-Kleinstadt Bayleen Bay taucht im Sommer ein Eiswagen auf, und da es warm ist und besonders dann ein leckeres Eis immer gut schmeckt, stehen bald schon die ersten Kinder an und werden vom schräg grinsenden Eisverkäufer (Ari Millen) bedient. Wie sich herausstellt, sorgt dies nicht nur für volle Bäuche, sondern jedes mit Süßem versorgte Kind beginnt, die Personen um sich herum abzuschlachten – und das auf üble Art und Weise.

Während der auch abends noch herumfahrende Wagen weitere Kundschaft mit einer einladend netten Musik aus dem Lautsprecher anzieht und es so immer mehr mordende Jungs und Mädels gibt, wehren sich die wenigen, die widerstehen konnten oder in diesem Fall mal glücklicherweise von ihrer Laktoseintoleranz gerettet wurden, gegen die wütende Menge.

"Ice Cream Man" Szenenbild (© The Horror Section / © STUDIOCANAL SAS 2026)

Die Kinder der US-Kleinstadt Bayleen Bay
(© The Horror Section / © STUDIOCANAL SAS 2026)

Das Einzige, woran man sich nach dem Anschauen von „Ice Cream Man“ noch eine Weile erinnert, ist die einprägsame Melodie des Eiswagens, und dass man viele Kinder gesehen hat, die hier fies blutige Szenen zu spielen hatten – nicht umsonst kommt der Streifen mit FSK-18-Freigabe daher. Wenn ansonsten als das Beste am Film im Gedächtnis bleibt, dass er nur 87 Minuten lang war, dann spricht das nicht für Horror, der irgendwie zu beeindrucken weiß.

So ist es dann auch beim Slasher, bei dem nicht umsonst „Eli Roth’s Ice Cream Man“ auf dem Plakat steht, hat der 1972 geborene Amerikaner den Streifen doch nicht nur inszeniert, sondern auch mit seiner eigenen Produktionsfirma The Horror Section realisiert, basierend auf eigenen Ideen das Drehbuch zusammen mit Noah Belson geschrieben – und in einer Rolle als Vater sehen wir ihn zudem noch.

Als Karriere-Aushängeschild dient der Streifen jedoch wie erwähnt keinesfalls, ist die Handlung doch sehr einfach gestrickt und wird das Ganze doch allzu bald reichlich langweilig. Wer viel Blut, auch mal in absurd spritzenden Fontänen, sehen möchte oder an herausgerissenen Innereien Freude findet, der mag hier noch irgendwie passabel bedient werden. Aber selbst für ironisch überzogenen Horror taugt der ermüdende Streifen zu wenig mit seiner uninspirierten Geschichte, bei der eine gegen Ende fast schon unerwartet eingeflochtene Sinnhaftigkeit des Gemetzels auch eiskalt verschenkt wird in einem ebenfalls enttäuschenden Finale. Was für eine Enttäuschung, Eli Roths bisher miesester Film.

Trailer:

Bewertung: 2 von 10 Punkten

 

Related Articles