Home Film„Spa Weekend“ – die Female-Buddy-Komödie weiß trotz diverser lauer Gags recht ordentlich zu unterhalten

„Spa Weekend“ – die Female-Buddy-Komödie weiß trotz diverser lauer Gags recht ordentlich zu unterhalten

Autor: Tobi

"Spa Weekend" Filmplakat (© DCM)

Spa Weekend

Darsteller: Leslie Mann, Isla Fisher, Michelle Buteau, Anna Faris
Regie: Jon Lucas, Scott Moore
Dauer: 97 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website: dcmstories.com/movie/spa-weekend
Facebook: facebook.com/dcmstories
Instagram: instagram.com/dcmfilm
Kinostart: 24. September 2026


Nachdem die Kumpels Jon Lucas und Scott Moore als Drehbuchautoren von „Hangover“ (2009) bekannt wurden, legten sie zusammen 2013 mit „21 & Over“ ein reichlich dürftiges, aber einigermaßen ertragreiches Regiedebüt vor, wobei sie auch hier das Buch gemeinsam schrieben. Zwei an den Kinokassen noch weit erfolgreichere Teile „Bad Moms“ folgten 2016 und 2017, bevor „Jexi“ 2019 ihren ersten Flop bedeutete. Offensichtlich läutete dieser auch eine Auszeit ein, denn erst nun liegt mit „Spa Weekend“ wieder ein neuer Streifen des offensichtlich auf Komödien spezialisierten Duos vor.

Der Film dreht sich um die schon seit Jugendtagen besten Freundinnen Jane, Coco, Sophie und Mel, die sich im Erwachsenenalter zwar nicht aus den Augen verloren haben, aber durch ihre unterschiedlichen Leben nur noch selten sehen. Jane (Leslie Mann) ist als Anwältin und alleinerziehende Mutter so gestresst, dass sie selbst bei Date-Anfragen erst einen Termin in drei Monaten anbieten kann, womit sie jegliche potentielle Neu-Romanze im Keim erstickt. Sophie (Anna Faris) ist als persönliche Assistentin eines unbeholfen unselbstständigen Schwerreichen so etwas wie seine Babysitterin. Coco (Michelle Buteau) war schon immer die Wutentbrannte der Mädels, und ihre aufbrausende, oft beschimpfende Art hat ihr auch die Trennung von ihrem Mann Roger (Dominic Ona-Ariki) eingebracht, den sie fast nur noch bei der Übergabe der beiden gemeinsamen Kinder sieht – die sie auch gleich dazu nutzt, seine Beziehung mit einer etwas älteren Frau abschätzig zu kommentieren.

Zu Mel scheint der Kontakt allerdings etwas abgebrochen zu sein, treffen sie sich doch nur zu dritt, um zu besprechen, was sie zu Janes bevorstehendem Geburtstag machen könnten. Coco überredet die anderen zu einem Wochenende in einem Spa, wohin sie die laut ihrer Instagram-Posts in Frankreich weilende Mel auch gar nicht erst einladen, da sie zum einen weit weg scheint und sie ahnen, dass sie zum anderen mit ihrer Impulsivität die Harmonie entspannter Tage stören könnte.

Im am Strand gelegenen Spa angekommen scheint erst einmal alles wunderbar. Eine geräumige, edle Suite mit Blick auf das Meer, Parfüms und Öle gratis dazu, ein reizvolles Programm an Anwendungen und Angeboten, ein Sterne-Restaurant und Möglichkeiten zum Sonnenbaden auch am Pool, alles wirkt wie im Paradies – bis Mel (Isla Fisher) auftaucht. Schlechten Gewissens hatte Sophie sie doch informiert, im Glauben, sie würde auf Grund ihres Frankreich-Status‘ sowieso nicht erscheinen. Mit einem Privatjet sei sie nun aber angereist, scheint im Geld zu schwimmen – und sorgt sofort für das eine oder andere Chaos, ob sie nun den attraktiven Yoga-Kursleiter Kai (Adam Demos) ohne Zurückhaltung mit Jane verkuppeln möchte, Resort-Managerin Shanti (Erika Heynatz) vor den Kopf stößt, Sophies Boss am Handy so anbrüllt, dass diese prompt entlassen wird, oder Roger unter fiesem Vorwand ohne Cocos Wissen ins Spa lockt.

"Spa Weekend" Szenenbild (© Black Bear Pictures)

(© Black Bear Pictures)

„Spa Weekend“ besitzt keine übermäßig einfallsreiche Story und verzichtet auch leider nicht auf diverse platte Gags inkl. einigem Slapstick, trotzdem aber weiß der neue Streifen von Jon Lucas und Scott Moore, die auch wieder das Drehbuch schrieben, insgesamt recht ordentlich zu unterhalten.

Dies ist einige guten Dialogen und dann doch auch witzigen Szenen, vor allem aber Isla Fisher zu verdanken, die als unberechenbare Mel heraussticht und für einige Lacher sorgt. Die anderen der vier Hauptdestellerinnen bleiben aber auch nicht blass, und die Chemie innerhalb der so ungleichen Mädels-Truppe stimmt irgendwie trotz aller Unterschiedlichkeiten in den Charakteren, die sie glaubhaft vermitteln.

Sommerliche Stimmung beschert „Spa Weekend“ zudem mit den Aufnahmen im wundervoll gelegenen Spa. Und neben allem Klamauk, der auch mal zotig daher kommt, gibt es dann Momente mit mehr persönlicher Substanz, wenn Coco und Roger sich wieder annähern, wenn es zwischen Jane und Kai tatsächlich knistert, wenn Sophie sich endlich von ihrem jämmerlichen Boss distanziert und Mel vielleicht doch gar nicht die glamouröse Rampensau ist, für die sie gerne gehalten wird. Der Film bietet leichte Unterhaltung, die nicht wehtut, da haben wir schon weit schlimmere Female-Buddy-Komödien gesehen.

Trailer:

Bewertung: 5 von 10 Punkten

 

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