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“Starlight Express” in Bochum (2002)

Autor: Karo

"Starlight Express" Musical

Geschichte des Musicals

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Kritik zur Vorstellung am 10. März 2002

Theater und Anfahrt

Spielzeiten, Preise und Tickets


Details zum Musical
(Stand: 2002)

"Starlight Express" Musical (© Starlight Express)

(© Starlight Express)

STARLIGHT EXPRESS erzählt einen Kindertraum: Es ist Schlafenszeit. Die Mutter ermahnt ihren Jungen, die Eisenbahn aus der Hand zu legen. Doch im Traum setzt sich das Spiel fort. Lokomotiven und Waggons werden lebendig.
Internationale Züge fahren in einen imaginären Bahnhof ein. Dort findet die Anmeldung zur Weltmeisterschaft statt. Die Spielregeln besagen, dass an den Rennen nur teilnehmen kann, wer einen Partner – einen Anhänger – hat, der mit ihm fährt. Die junge Dampflok Rusty – liebenswert aber technisch veraltet – scheint gegen die Konkurrenz kaum eine Chance zu haben, zweifelt an sich selbst. Dass Rusty das nötige Selbstvertrauen fehlt, bleibt auch den weiblichen Anhängern nicht verborgen. Um so beliebter ist der machohafte Diesel Greaseball, der sich als Herausforderer von Anfang an siegessicher gibt. Überraschend taucht ein nicht zu unterschätzender Gegenspieler auf – Electra, die hypermoderne E-Lok, deren wirkungsvoller Auftritt für Rusty nicht ohne Folgen bleibt: Seine Partnerin, der 1. Klasse Waggon Pearl, setzt plötzlich auf den vielversprechenden Herausforderer. Mehr und mehr spitzt sich der Konflikt zwischen den Lokomotiven zu. Immer deutlicher wird, dass nicht nur mit fairen Mitteln gekämpft wird: Eine Schlüsselrolle fällt dem Bremswagen Caboose zu, dessen undurchsichtiges Spiel bald diesem, bald jenem Zug Vorteile verschafft. Das letzte Rennen wird entscheiden…

24 Tänzer und Sänger – alle auf Rollerskates – setzen dieses Spektakel achtmal die Woche auf der Bochumer Bühne um. Einmal zum Ensemble des Rollschuhmusicals zu gehören – das ist inzwischen für viele Musicaldarsteller weltweit ein großes Ziel ihrer Karriere. Obwohl in den Auditions – den Auswahlverfahren, die in mehreren internationalen Städten wie London, Melbourne oder New York stattfinden – viel verlangt wird und das nachfolgende dreimonatige harte Training vor der ersten Show die Darsteller an ihre Grenzen führt, bewerben sich jedes Jahr über 500 Tänzer in Bochum. Allein 70 Mitarbeiter aus den Abteilungen Kostüm, Maske, Requisite, Technik und Orchester kümmern sich jeden Abend darum, dass das Ensemble auf der Bühne eine gute Figur macht. Weltweit einzigartig ist dabei sicherlich die Rollschuhabteilung. Hier werden die Skates montiert, gewartet und jedem Darsteller individuell angepasst. Jeder Starlighter besitzt zwei Paare, die aus je 146 einzelnen Teilen zusammengesetzt werden müssen. Firmen aus den USA, England und der Nachbargemeinde Hattingen liefern die Origi-nalstücke. Bleiben die Rollen während der Vorstellung ausnahmsweise mal nicht in der Spur, gibt es hinter der Bühne einen “Boxenstopp”. Schneller als beim Formel 1-Rennen wechseln die Mechaniker Räder, Stopper und Achsen aus. Arbeitssprache ist dabei natürlich englisch. Zur Zeit befinden sich im Ensemble Darsteller aus zehn verschiedenen Ländern – darunter Philippinos, Australier, Amerikaner, Schweizer, Schotten, Südafrikaner und dann noch zwei Hamburger und ein Münchner. Diese multikulturelle Truppe gehört inzwischen fest zum Bochumer Stadtbild. Man ist stolz auf die Starlighter, und die Starlighter stolz auf ihren Job. Einige von ihnen haben das Rollschuhfahren schließlich so lieben gelernt, dass sie die Schuhe kaum noch ausziehen und damit sogar quer durch die Stadt zu ihrem Arbeitsplatz fahren. Kein Wunder, diese Rekordshow macht berühmt. Uwe Kröger, einer der größten Musicalstars in Deutschland, startete seine Karriere 1988 auf der Rollschuhbühne in Bochum. Spice Girl Scary Spice tanzte 1995 in London für STARLIGHT EXPRESS vor – allerdings vergeblich.

Die Musik

Andrew Lloyd Webber wurde 1948 geboren. Er ist der Komponist von “Joseph and The Amazing Technicolor Dreamcoat”, “Jesus Christ Superstar”, den Filmmusiken von “Gumshoe” und “The Odessa File” “Evita”, “Variations” und “Tell Me on a Sunday”, aus dem “Song and Dance” entstand, “Cats”, “Starlight Express”, “Requiem”, einer Version der lateinischen Requiem Messe, “The Phantom of the Opera”, “Aspects of Love”, “Sunset Boulevard” und “By Jeeves”, einer gefeierten Überarbeitung seines früheren “Jeeves”. Sein neuestes Stück “The Beautiful Game” hatte im September 2000 am Londoner Westend Premiere.
Webber wurde mit sechs Tony Awards, vier Drama Desk Awards, drei Grammys, fünf Laurence Oliviers und für die beste klassische, zeitgenössische Komposition für “Requiem” im Jahre 1986 ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er zwei Tony Awards für die beste Musik und das beste Musical für “Sunset Boulevard”. Andrew Lloyd Webber schaffte es 1982 als erster Komponist, gleichzeitig drei seiner Musicals in New York und London spielen zu lassen – ein Rekord, den er 1988 und 1994 wiederholen konnte.
Im Januar 1996 war die Londoner Produktion “Cats” das am längsten laufende Musical in der Geschichte des West Ends. Mit der Really Useful Group produziert Andrew Lloyd Webber nicht nur seine eigenen, sondern auch die Arbeiten anderer Autoren wie “Shirley Valentine”, “Lend Me A Tenor” und “La Bête”. Als erster Komponist überhaupt erhielt er den American Society of Composers, Authors and Publishers´ Triple Play Award. Im Jahr 1988 wurde er mit der Mitgliedschaft des Royal College of Music geehrt und 1992 für seine Dienste an der Kunst in den Adelstand erhoben. Er wurde in die amerikanische Songwriters´ Hall of Fame aufgenommen, und bekam 1995 den Praemium Imperiale Award for Music. Mit dem Richard Rodgers Award for Excellence in Musical Theatre wurde er 1996 ausgezeichnet. Andrew Lloyd Webbers Musical “Whistle Down The Wind” wurde im Dezember 1996 in Washington D.C. uraufgeführt.

Der Text

Richard Stilgoe komponierte und textete mehr als 100 Songs, die auf der ganzen Welt durch Radio, Fernsehen und Bühne bekannt wurden. Für Andrew Lloyd Webber schrieb er die ersten Zeilen des Musicals “Cats”, den Text für “Starlight Express” und “The Phantom of the Opera”. Richard Stilgoe gründete den “Orpheus Trust”, eine Institution, die behinderten Kindern Musik näher bringt und ihnen hilft, selbst zu musizieren. Kinder stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit: Er leitet das National Youth Music Theatre, für das er die Musik und die Texte von “Bodywork” schrieb.

Der Regisseur

Der in Toronto geborene Kanadier Dion McHugh hat STARLIGHT EXPRESS in Bochum eingerichtet. Auch bei den “Starlight Express”-Produktionen in Japan und Australien sowie bei der norwegischen Produktion von “Les Misérables” zeichnete er sich als Regisseur verantwortlich. Außerdem führte er Regie bei der Workshop-Produktion von “The Phantom of the Opera”.

Die Choreographin

Als eine der gefragtesten Choreographinnen der Welt inszenierte Arlene Phillips zehn Filme und mehr als 100 Werbespots in England, Europa und den USA. Hinzu kommen zahlreiche Videos u.a. mit Whitney Houston, Queen, Elton John, George Michael, Cliff Richard und Tina Turner. Arlene Phillips choreographierte “Starlight Express” in London und Bochum ebenso wie die Broadway-Produktion und die Tourneen in Japan, Australien und den USA. Sie war Choreographin der Musicals “Time” mit Cliff Richard, “A Clockwork Orange” (Royal Shakespeare Company) und “Matador”. Sie inszenierte die Konzerttournee von “The Music of Andrew Lloyd Webber” mit Michael Crawford – eine Produktion, die nach Australien, England und Kanada ging. Außerdem übernahm Arlene Phillips die Regie für die Japan-Produktion mit Sarah Brightman und die Inszenierung für den “British Day” in Sevilla 1992.

Bühnenbild und Kostüme

John Napier zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Kostümbildnern der Welt. Er studierte am Hornsey College of Art sowie der Central School of Arts and Crafts und ist Associated Director der Royal Shakespeare Company in London. In seinem Londoner Atelier entwarf er über 100 Bühnenbilder für Oper, Theater und Musical, darunter für die Produktionen “Macbeth”, “The Comedy of Errors”, “King Lear”, “Once in a Lifetime”, “Hedda Gabler”, “Peter Pan”, “Lohengrin”, “Les Misérables”, “Children of Eden” und “Time”. Für die deutschen Produktionen CATS und STARLIGHT EXPRESS entwarf er ebenfalls das Bühnenbild und die Kostüme. Er zeichnet sich außerdem verantwortlich für die Kostüme in dem Michael Jackson-Video “Captain Eo” sowie für die Ausstattung von Steven Spielbergs Film “Hook”. John Napier wurde unter anderem mit vier Tony Awards ausgezeichnet.

Musikalische Leitung

Phillip Edwards studierte an der Guildhall School of Music & Drama. Bevor er sich für eine Musiktheaterkarriere entschied und bei den West End-Produktionen “Jesus Christ Superstar”, “Evita”, “Cats”, “A Chorus Line” und “Oklahoma!” mitwirkte, war er Orchestermusiker beim Royal Philharmonic Orchestra sowie bei der English National Opera. Nach verschiedenen Stationen, u.a. als Musikalischer Direktor der Tournee-Produktion “Annie”, wurde Phil Edwards stellvertretender Musikalischer Leiter der Londoner Produktion “Starlight Express”, deren Japan/Australien-Tournee er später auch als Musikalischer Direktor begleitete. Für die CATS-Produktionen in Hamburg und Neuseeland sowie für die STARLIGHT EXPRESS-Produktionen in Bochum und Las Vegas ist er Musikalischer Supervisor.

Tondesign

Nach zehn Jahren als Toningenieur und Schallplattenproduzent begann Martin Levan 1982 seine Theaterkarriere als Tondesigner für “Song & Dance” in London. Seitdem ist er verantwortlich für die weltweiten Produktionen von “Cats”, “Starlight Express”, “The Phantom of the Opera”, “Aspects of Love”, “Requiem”, die Konzerttournee “The Music of Andrew Lloyd Webber”, “Kiss of a Spiderwoman”, “Showboat” und “Sunset Boulevard”. Weitere Produktionen sind “Carrie”, “The Baker´s Wife”, “Blondel”, “Little Shop of Horrors”, “Moby Dick” und “Sag mir, wo die Blumen sind”. Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der L.A. Drama Critics Award (1994) für “Sunset Boulevard” und der Jessie Richardson Award (1996) für “Show Boat” in Vancouver. Martin Levan war bei den meisten Original-Aufnahmen der oben genannten Produktionen für den Ton zuständig, darunter auch für die Original Broadway-Aufnahme von “Cats”, für die es einen Grammy gab. Martin Levan lebt in Llanwrda, Wales.

Aufwand

Die Bühne
1.100 qm Bühnenfläche sind über drei Ebenen verteilt, mit einer Höhendifferenz von 7,5 m. Die Gesamtlänge der Rollbahnen beträgt 250 m, wobei zwei Tunnel mit Gefälle enthalten sind. Spezielle Bühnen- und Rennbahnböden aus Multiplex (laminiertes Holz) mit einer speziellen Kunstharzversiegelung (Epoxidharz) sorgen für den richtigen Untergrund. 840 in den Bühnenboden eingelassene Leuchtstoff-Röhren markieren Eisenbahnschwellen. 8.000 über Fiberglas geleitete Lichtpunkte sind installiert, eingelassen in Bühnenboden, Rück- und Seitenwände. Eine hydraulisch gesteuerte Vier-Achsen-Brücke wird verwendet – Gesamtgewicht: neun Tonnen. Zusätzlich gibt es weitere hydraulische Brücken, Hubpodien und Bühnenzugänge. Zwei Laser-Anlagen (Krypton – rot; Argon – grün/blau) sorgen für Lichteffekte, ebenso wie 24 Telescan-Scheinwerfer, die das Licht durch bewegliche Spiegel umlenken, und 800 Scheinwerfer. 27 drahtlose Mikrofonanlagen sind im Einsatz, weitere 60 Kanäle werden für Orchester und Chor verwendet. 110 Einzellautsprecher, die in 8 Gruppen anzusteuern sind, beschallen den Saal. Die Gesamtmusikleistung beträgt ca. 40.000 Watt (die Auslastung liegt bei 30 – 40 %, somit gibt es Reserven für Spitzenwerte).

Die Bühnentechnik
“Die Brücke ist frei für den Technikcheck”, klingt es aus den Lautsprechern hinter den Kulissen. Pünktlich um 17 Uhr macht das Stage Management die erste Ansage. Für die Bühnentechniker bei Starlight Express heißt das: Über 100 Meter Sicherheitsgeländer rauf und runter fahren zu lassen, das dreiteilige Hubpodium und die hydraulische Wippe in alle Positionen zu bewegen, sowie die neun Tonnen schwere Brücke auf Herz und Stahl zu überprüfen.
Für den reibungslosen Ablauf während der Show sorgen acht Techniker. Besonders aufmerksam beobachten sie die Rennen, weil es dabei eine sehr schnelle Abfolge der Maschinenbefehle gibt. Technischer Höhepunkt aber ist die über der Bühne schwebende Brücke, die sogenannte Main Bridge, auf der Electra seinen spektakulären Auftritt haben wird. In alle Richtungen lenkbar, verbindet sie mit ihren ausfahrbaren Elementen verschiedene Ebenen des Rollschuhparcours. Alle Bewegungsabläufe werden per Computer vom Maschinenstand aus gesteuert.

Skate Depatment
Sicherheit steht auch in der Requisite an erster Stelle. Hinter dieser Abteilung verbirgt sich nämlich die Rollschuhabteilung, unter den Kollegen auch “Skates” genannt. Dort werden die rollenden Untersätze montiert, gewartet und jedem Darsteller individuell an-gepaßt. Jeder Darsteller besitzt zwei Paare, und ein Rollschuh besteht aus 146 einzel-nen Teilen. Wenn die Rollen ausnahmsweise mal nicht in der Spur bleiben, gibt es hinter der Bühne einen “Boxenstop”: Schneller als beim Formel 1-Rennen wechseln die Me-chaniker Räder, Stopper und Achsen aus. Erste Hilfe leistet die Skate-Abteilung auch bei kleineren Verletzungen. “Jod, Pflaster und Gummibärchen helfen immer über das Schlimmste hinweg”, wissen die Mitarbeiter.

Die Kostüme
Die Kostüme, die von den Kostümschneiderinnen mit großem Hang zum Detail im Theater selbst angefertigt werden, wiegen bis zu 18 Kilogramm. Stoffe werden eingefärbt, schillernde Pailletten, Nieten und glitzernde Zierstreifen aufgeklebt, genäht oder gelötet. Schulterboxen und Brustplatten werden geformt und mittels Airbrush-Technik lackiert. Vor jeder Show steht die genaue Untersuchung der Kostüme. Eine Niete, die auf der Rollbahn liegen bleibt, kann zu gefährlichen Stürzen führen.

Das Licht
“Die Bühne ist frei für den Lichtcheck”, lässt das Stage Management wissen. Es ist 18 Uhr. Plötzlich leuchten 8000 Lichtpunkte auf, 24 Telescans wechseln die Farbe und 800 Scheinwerfer gehen an. Dazu simulieren 8000 in den Boden eingelassene Leuchtstofflampen die Gleise, auf denen in zwei Stunden 24 Künstler die Weltmeisterschaft der Lokomotiven fahren werden. Die Beleuchter überprüfen jede Lichtsequenz auf Helligkeit und Leuchtkraft. Natürlich stehen dabei auch die beiden Laser auf der technischen Checkliste: Zum Höhepunkt der Show lassen sie den Nebel zum phantastischen Himmelszelt werden.

Der Ton
Während so die Halle schon langsam zum Leben erwacht, stimmen die Musiker eine Etage tiefer ihre Instrumente ein. Am Mischpult wird der Live-Mix aus Orchester und Gesang abgestimmt. Nur die Sprecherpartien von Mutter und Kind werden vom Band eingespielt. Vier Tontechniker sorgen dafür, dass der Mix über 64 Lautsprecher mit optimalem Stereosound übertragen wird. Die Gesamtmusikleistung beträgt nicht weniger als 40.000 Watt.

Die Maske
Eine Stunde später. “Open Time on stage” mahnt das Stage Management. Nun muss die Bühne frei sein, denn die Darsteller laufen sich vor der Show warm. Künstler mit aufwendigeren Masken sind jetzt schon fertig geschminkt. Bis zu einer Stunde dauert die Verwandlung in eine Lokomotive. Die Maskenbildner bringen den Darstellern bei, mit Pinsel und Make-up umzugehen. Nur beim Aufsetzen der Perücken fassen sie mit an. Diese werden mehrmals in der Woche gewaschen und jeden Tag frisiert. Nach spätestens drei Monaten muss jede Perücke aus Echt- und Büffelhaar neu geknüpft werden. Im Schnitt braucht eine Maskenbildnerin dafür 40 Stunden.
19.30 Uhr. Alle 24 Künstler, die abends auf der Bühne stehen, haben sich im “Vocal warm-up” eingesungen. “Noch eine halbe Stunde bis zum Stand-by”, kündigt der Stage Manager an. Zügig geht es in die Maske, wo Haare hochgesteckt, Kopf-Mikrophone angebracht und schließlich Perücken aufgesetzt werden.

Die Dresser
In den Gängen hängen bereits die Kostüme an Garderobenstangen. Die Ankleider – im Fachjargon Dresser – stehen in den Startlöchern, den Künstlern in die aufwendigen Kostüme zu helfen. Reißverschlüsse ziepen hoch, Haken klicken ein, Knie- und Ellbogenschützer werden angelegt und schließlich noch der Sender für’s Mikrophon angebracht.
Nur noch fünf Minuten bis Showbeginn. Die Künstler stehen bereit, Nebel zischt auf die Bühne, Techniker schalten die Hydraulikpumpen ein, und das Stage Management nimmt über Kopfhörer Verbindung zu allen Abteilungen auf: “Good evening, Ladies and Gentlemen. This is your act one beginners call!”
22.30 Uhr: Der Schlussapplaus ist verhallt. Hinter der Bühne geht es weiter: Dresser prüfen, ob die Kostüme bei den atemberaubenden Stunts keinen Schaden genommen haben, Maskenbildnerinnen ziehen die Perücken auf Holzköpfe, die Akkus der Lichter in den Rennhelmen werden an die Ladestation angeschlossen, im Keller laufen die Waschmaschinen und im Fundus trockenen riesige Ventilatoren die Kostüme für die Show am nächsten Tag.

Das Ensemble

24 Darsteller sind pro Vorstellung auf der Bühne (insgesamt 45 Cast-Mitglieder). Das Orchester besteht aus 17 Musikern plus Dirigent, sechs Chorsänger/innen verstärken in jeder Show den Live-Gesang. Alle Darsteller sind versierte Rollschuhläufer, die von einem speziellen Rollschuhtrainer trainiert werden.

Hauptrollen:

Rusty (Junge Dampflok): Rommel Singson
Greaseball (Diesellok): Nigel Casey
Electra (E-Lok): Paul Dudley
Caboose (Bremswagen): Rhoe Thornton
Joule (Sprengstoffwagen): Kirsty Wone
Ashley (Raucherwagen): Emma Raciti
Dinah (Speisewagen): Jodie Jackson
Pearl (1.Klasse-Wagen): Rachael Wooding
Dustin (Kohletender): Ken Anthony Nelson

…plus: Lothair Eaton, Michael Peterssen, Tom Moneypenny, Gianni Salvucci , Chris Barron, Robert Jakeman, Christophe Kinds, Gary Albers, Dawn Leigh-Woods, Emma Nelson, Rachel Marshall, Ramon Visser, Tony Cordell, Dwight Toppin, Craig McDermott, Paul Brookland, Andrew Carroll, Marie Cowieson, Anthony Frazer, Robert Hardware, Markus Herrmann, Lee Ives, Amy Jenkins, Austin Jetton, Dolan José, Marides Lazo, Lee Lomas, Louise Perez, Pharic Scott, Kirsty Sparks, Danny Lee Stull, Stuart Tayler, Peter Warthmann, Matthew Wing.

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