Generic Beach DE_468x60
Expedia.de - Reisen. Wie, wann, wohin du willst.
Marla Pétale: Poison Arrows (CD, Department Musik, 2017)

 

Schon als kleines Mädchen hatte Marla stets den Wunsch, mal Tänzerin und Sängerin zu werden, wenn sie groß ist. Irgendwann war Marla groß, und sie war Tänzerin – in Wien, New York, Paris und Las Vegas. Vom Ballett in New York ging es 2007 nach Paris ins weltbekannte Varieté "Crazy Horse". 2008 stand sie in Las Vegas als Showgirl 13 Mal die Woche auf der Bühne, bekam sogar ein Angebot vom Cirque de Soleil. Dieses schlug sie aus und ging 2009 zurück nach Paris, für ein zweijähriges Solisten-Engagement im "Crazy Horse". Marla erinnert sich: "Es war eine tolle Zeit, aber ich wollte mich auf der Bühne nicht mehr länger nur mit meinem Körper ausdrücken und ansonsten die Klappe halten."

Da passte der zweite Berufswunsch Sängerin doch bestens, und so zog Marla 2011 nach Berlin und startet ihre Musikkarriere. Ein bisschen Cabaret, ein bisschen Liedermacherei, dann eine Zeit als Sängerin von Songs zwischen Pop, Schlager und Rockabilly unter dem Namen Marla Blumenblatt, mit einem Album bei Four Music - und schließlich zurück zu ihren Wurzeln, der Welt des Jazz, wo sie nun als Marla Pétale bei Department Musik aktiv ist. Pétale ist das französische Wort für Blumenblatt, und das Ganze hat eine französische Färbung, auch wenn zumeist auf Englisch gesungen wird. Ihr Debütalbum "Poison Arrows" hat die hübsche gebürtige Wienerin, die dieses Jahr Mutter geworden ist, in Mazedonien aufgenommen, der Heimat ihrer Mutter.

Auf 39 Minuten findet man neun Songs, bei denen man das Gefühl hat, Marlas gesamten Werdegang heraus zu hören. Chanson-Jazz ist zu hören, der gut instrumentiert und bestens gesungen daher kommt, vor allem sehr stimmungsvoll - ob bei den flotteren Nummern wie "Turkish Coffee" und "Champagne Bubbles" oder bei den getrageneren Stücken wie "Merci Monsieur" und dem Titelstück "Poison Arrows". Mit "Schiff" ist auch ein deutschsprachiges Stück zu finden, das Seemanns-Charme versprüht - auch wenn die Reeperbahn nicht zu Marlas Stationen zählte. Mit dem lasziven, langsamen "Opium And Bondage" erinnert sie sich vielleicht an das leicht Verruchte und doch edel Schicke des "Crazy Horse", und mit "J'attendrai" gibt es dann doch noch ein französisches Stück zum Abschluss, von sanftem Jazz und Violine begleitet. Lässt sich gut anhören, dieses Album - und es passt auch irgendwie zum Herbst, der Schönheit und Tristesse zugleich bereit hält.



www.marlapetale.com



Bewertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi )