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In frühen Jahren spielte Tori Amos zweimal in Folge auf dem Festival in Montreux, 1991 und 1992. Die erste Show vom Juli 1991 wurde wenige Monate vor der Veröffentlichung ihres Albums "Little Earthquakes" mitgeschnitten und zeigt Tori Amos musikalisch bereits in Hochform, allerdings noch recht unsicher im Auftreten. Alleine am Piano, halb zum Publikum gerichtet, hatte sie schon früh ihren typischen Stil. Mit dem tollen "Silent All These Years" eröffnete sie damals. "China" als dritter Song war als ruhige Ballade mit kurzem expressiven Ausbruch ein Highlight, bevor das grandiose "Crucify" dargeboten wurde. Vor "Leather" erzählte Tori eine kurze Story zum Lied, sang dann "Song For Eric" a capella, hier dann mal voll dem Publikum zugewandt. Sympathisch ging sie damit um, bei "Happy Phantom" in der ersten Strophe den Text zu vergessen. Nach "Winter" schloss sie ihr Set mit der Led-Zeppelin-Coverversion "Thank You" ab. Gutes Konzert einer damals noch merklich unerfahrenen Künstlerin, die ihr mächtiges Potenzial nicht verbergen konnte. Bei der zweiten Show vom Juli 1992 war das Bühnenbild schon voll auf Tori Amos abgestimmt, diesmal stand hier hier ein Piano und nicht noch das Equipment anderer Acts. Tori präsentierte sich viel selbstsicherer, was schon klar wurde, als sie beim ersten Song die Zuschauer ermahnte, die sich unterhielten anstatt ihr volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mit dem Album-Titelsong "Little Earthquakes" eröffnete sie damals, direkt gefolgt von "Crucify". Zu "Silent All These Years" erzählte sie dann, dass ihre Großmutter den Titel als große Scheiße bezeichnet habe und sie ihn schon deshalb so gerne spielen würde, um die Oma zu ärgern. Generell erzählte Tori nun schon weit mehr, z.B. vor "Happy Phantom", dass alle ihre Freunde ihren Pferdeschwanz doof fanden - während sie ihn sich bindet. Von Led Zeppelin hatte sie nun sogar zwei Songs im Bündel im Gepäck, "Whole Lotta Love" und "Thank You" - hierzu berichtete sie, früher immer sonntags nach dem Kirchgang mit einer Freundin heimlich Platten angehört zu haben. Auch diesmal bot Tori einen Song ohne Piano dar, "Me And A Gun" kam so besonders sinnlich, melancholisch und faszinierend daher. Als Zugabe spielt sie dann die Nirvana-Coverversion "Smells Like Teen Spirit", ruhig und doch kraftvoll. Insgesamt sind es zwar nur 90 Minuten, aber diese beiden Auftritte zeigen die frühe Klasse und Entwicklung von Tori Amos eindrucksvoll, sind daher für Fans ein Muss. Hier das komplette Tracklisting der Shows: 1991: 01) Silent All These Years 02) Precious Things 03) China 04) Crucify 05) Leather 06) Song For Eric 07) Upside Down 08) Happy Phantom 09) Winter 10) Thank You 1992: 01) Little Earthquakes 02) Crucify 03) Silent All These Years 04) Precious Things 05) Happy Phantom 06) Whole Lotta Love / Thank You 07) Me And A Gun 08) Winter 09) Smells Like Teen Spirit Mehr über New Order findest du auf www.toriamos.com. Spielzeit: 90 Minuten Bildformat: 16:9 Ton: DTS, Dolby 5.1, PCM Stereo
(Tobi) |
