CTS-MUM

Nachdem MichelleWilliams und Kelly Rowland ihre Solo-Alben bereits einige Zeit veröffentlicht haben, zieht nun die dritte im Bunde von Destiny's Child, der erfolgreichsten Frauenband der Welt, nach. Beyonce Knowles ist die eigentliche Chefin des Trios, das in Kürze als Quartett zurück kehren wird, nachdem Solange Knowles, Beyonces Schwester, kürzlich als neues Mitglied verkündet wurde. Dass beyonce sich am meisten zeit gelassen hat mit ihrer Scheibe, könnte auch daran liegen, dass sie als Foxy Cleopatra 2002 in "Austin Powers in Goldmember" oder dieses an der Seite von Cuba Gooding Jr. in "The Fighting Temptation" auch schauspielerisch tätig war. Nicht, dass dies alles wäre - zwei weitere Filmprojekte sind bereits in Planung, und sie wird auch im Fernsehen in einer Serie von Pepsi-Spots, die von Spike Lee gedreht wurden, zu sehen sein. Zudem ist Beyonce offizielle L'Oréal -Repräsentantin.

Nun aber erst einmal das Album. "Dangerously In Love" zeigt Beyonce von ihrer besten Seite - und hiermit meine ich nicht nur die sexy Bilder auf dem Cover, die ebenso heiß sind wie der Sommer 2003. Los geht es gleich mit einem absoluten Smasher, der Single "Crazy In Love", die sie mit Jay-Z aufgenommen hat. Der Song groovt und geht monstermäßig ab - einfach klasse. Wenn Beyonce dann im Video auch noch abtanzt wie wild und die etwas stämmig geratenen Schenkel schwingt, gibt es kein Halten mehr. Gefolgt wird das Stück von "Naughty Girl", welches weit ruhiger angelegt ist und bei dem die schwarze Schönheit zu orientalischen Hintergrund-Klängen und soften Beats singt, komplettiert durch ein Sample von Donna Summers "Love to Love You Baby". "Baby Boy" mit Sean Paul ist eher minimalistisch angelegt, mit wenig Sounds und wenig Percussion. Bei "Hip Hop Star" könnte man meinen, man höre den Gast Big Boi von Outkast fast schon am Stil heraus. "Be With You" ist sehr Blues-lastig und gemütlich, wie auch "Me, Myself And I". Ähnlich abwechslungsreich geht es weiter. "Signs" mit Missy Elliott ist der einzige langweilige Song, ansonsten aber bekommt man tolle Musik von Beyonce geboten, bei der man schnell vergessen könnte, dass sie gerade mal erst 21 Jahre alt ist, so routiniert wirkt sie. Über 33 Millionen verkaufte Tonträger geben eben Sicherheit. Durchaus erwähnenswert sind noch die schöne Ballade "The Closer I Get To You" mit Luther Vandross, das jazzige Stück "Gift From Virgo", das tolle Jay-Z Stück "Bonnie & Clyde '03", welches man hier ebenfalls als Kollaboration findet, und der Hidden Track "Daddy", eine Hommage an Beyonces Vater. Ein tolles Album zwischen R 'n' B, HipHop und Blues.


Hier ein Interview mit Beyonce:

Erzähl uns bitte etwas über den Albumtitel "Dangerously In Love".

Beyoncé: Ich habe mein Album ‚Dangerously In Love' genannt, weil es ganz grundsätzlich die verschiedenen Phasen von Beziehungen bzw. Liebe zum Thema hat. Angefangen vom Moment der ersten Begegnung, wenn Du dann merkst, dass Du Dich zu jemand hingezogen fühlst, über den Zeitpunkt, an dem Du feststellst, dass Du ihn wirklich magst, bis Du dann begreifst, dass Du Dich verliebt hast, dann der Zeitpunkt, wenn Du zum ersten mal mit ihm ins Bett gehst, bis dann zum ersten Mal Schluss ist und Du wieder auf Dich alleine gestellt bist. Es ist wirklich sweet und sexy und zeigt meine verletzliche Seite. Und es heißt deshalb ‚gefährlich verliebt', weil ich glaube, das Liebe Dir auch ein wenig Angst machen kann - wenn sie echt ist. Und dieses beängstigende Gefühl ist dann eben irgendwie auch ‚gefährlich'.

Erzähl uns etwas über den speziellen Sound des Albums.

Beyoncé: Mein Album ist wirklich sehr speziell. Es enthält verschiedene Elemente und Variationen verschiedenster Musikstile, von Reggae über HipHop bis hin zu orientalischer Musik und Jazz. Ich nahm u.a. Songs aus den Siebzigern, die mich inspirierten, wie z.B. von Shuggie Otis, einem klassischen Künstler der Siebziger. Dann Duette mit HipHop-Artists wie Jay-Z, Sean Paul, L'il Kim bis hin zu Legenden wie Luther Vandross. Ich liebe es, dass die Platte ganz anders klingt als jedes andere R&B-Album, dass ich gehört habe. Ich wollte definitiv ein künstlerischen Statement abgeben. Ich wollte meinen Reifeprozess als Sängerin und als Songschreiberin zeigen. Und den Reifeprozess von einer jungen Dame zu einer Frau. Und ich denke, das habe ich vollbracht. Und es ist wirklich erstaunlich, wie verschieden die Songs sind und wie das Ganze trotzdem wie ein Album klingt.

Erzähl uns etwas über die erste Single "Crazy In Love".

Beyoncé: 'Crazy In Love' ist meine erste Single und es ist wirklich verrückt, wie der Song entstanden ist. Wir hatten technische Probleme im Studio und ich sagte ‚Ich gehe jetzt weg und kaufe Kelly ein Geburtstagsgeschenk'. Sie hatte an dem Tag Geburtstag. Und ich sagte: ‚Ich sollte eigentlich nirgends hingehen, denn ich sehe irgendwie ziemlich crazy aus.' Ich hatte seltsame Klamotten an. Der Produzent kam zu mir und sagte ‚Ich habe einen Titel für den Song'. Und er sang ‚he got me looking so crazy right now' und ich dachte mir ‚jetzt ist er verrückt geworden'. Aber er nahm diesen Satz und machte daraus den Refrain. Die Grundidee hinter dem Song ist eine Frau, die verliebt ist und die sich nicht darum kümmert, wie sie aussieht, wenn er nicht da ist. Sie denkt immer nur an ihn. Er verschlingt im Prinzip ihre Gedanken. Ich weiß, dass passiert Frauen ziemlich oft und auch Männern, auch wenn sie das nicht gerne zugeben. Ich denke, der Track ist wirklich anders, weil er eine großartige Mischung von HipHop und Soul ist. Es ist ein toller Club-Track und hat eine gute Botschaft – etwas, in dem sich Menschen wiederfinden. Alles, was dem Stück noch fehlte, war Jay-Z. Seine Stimme brachte ein völlig neues Element in den Song. Als er erst einmal darauf gesungen hatte, wurde es fantastisch. Ich arbeite gerade an dem Videoteatment und kann überhaupt nicht abwarten, dass das umgesetzt wird, ich bin sehr aufgeregt.

Stellt das Album eine Entwicklung für dich dar?

Beyoncé: Ich empfinde wirklich, das es eine Art Evolution ist. Ich wollte, das genau das deutlich wird, in allem was ich tue: Von den Intros bis zum Artwork. Ich denke, es ist einfach die Geburtsstunde einer Frau. Verstehst Du? Das Wachstum einer Frau. Und dass ich mich nun zu einer wirklichen Künstlerin entwickelt habe. Das sollen die Menschen von diesem Album mitbekommen.

Wie ist es, wenn man als Solokünstlerin arbeitet?

Beyoncé: Es ist ein großer Unterschied, wenn man als Solokünstlerin arbeitet. Ich war immer in alle Entscheidungen und kreativen Prozesse eingebunden, aber nun kontrolliere ich alles. Bevor irgendetwas freigegeben wird, muss ich es gesehen haben. Und alles was ich möchte, wird auf meine Anweisungen hin umgesetzt. Das ist einerseits wundervoll, aber ich verspüre dadurch auch Druck. Ich habe eben nicht die Mädels da, die mir bei den Entscheidungen helfen. Und sie sind auch nicht da, um mir zu helfen, wenn eine große Show ansteht und ich Angst habe, auf die Bühne zu gehen – wir helfen uns da gegenseitig, unterstützen uns. Ich kann sie nicht anrufen, wenn ich einen Song fertig habe, um sie zu fragen, wie sie ihn finden. Normalerweise bekomme ich immer ihr ‚Okay' und ich weiß: Wenn es ihnen gefällt, ist es gut. Wenn nicht, muss ich weiter daran arbeiten. Nun also kann ich mich nur auf mich selbst verlassen, das ist eine Art Reifeprozess und ganz schön beängstigend, aber ich weiß, es ist etwas, das alle von uns durchmachen müssen und ich mache das eben jetzt gerade durch. Aber es ist wie in ‚Dangerously In Love' – das Gefahr ist eine gute Sache. Ich weiß, dass etwas Großartiges passieren wird.

Hast du Destiny's Child das Album schon vorgespielt?

Beyoncé: Kelly kam nach Miami runter. Dort habe ich das Album aufgenommen. Sie besuchte mich eine Woche lang. Also hatte ich sie dort für eine Weile. Und im Anfangsstadium spielte ich es Michelle und Kelly vor. Sie haben nicht wirklich jeden einzelnen Song gehört, da ich das Album ja gerade erst fertig gestellt habe. Aber sie haben den größten Teil davon gehört und ich wollte immer ihre Meinung dazu hören, weil ich sie vollkommen respektiere. Und wenn sie etwas mögen, dann weiß ich, dass es richtig ist. Ich will nach wie vor ihre Meinung hören.

Kannst du uns etwas über die Produzenten des Albums erzählen?

Beyoncé: Was die Produzenten des Albums angeht, so wollte ich nur mit neuen, frischen Leuten arbeiten. Ich glaube, dass Leute, die noch nicht so viel mit anderen Künstlern gearbeitet haben, nicht so eitel sind. Sie sind viel hungriger und sie haben neue, unverbrauchte Ideen. Wenn Leute zusammen in ein Studio gehen, die beide hungrig sind und sich gegenseitig respektieren, und Musik lieben, und es nicht nur darum geht, das eigene Ego durchzusetzen, sondern nur um die Liebe zur Musik, dann passiert jedes Mal etwas Außergewöhnliches. Ich wollte also diesen neuen Sound finden und ich wollte, dass das Album nicht wie das irgend eines anderen klingt. Also arbeitete ich mit neuen Produzenten. Und ich arbeitete mit Leuten, die noch etwas mit der Musikindustrie zu tun hatten. Und ich gab Leuten eine Chance, denn ich glaube, es gibt da draußen eine Menge Leute, die eine Chance verdienen.

Welche anderen Künstler sind auf dem Album vertreten?

Beyoncé: Als ich alle Songs fertig hatte, als ich mit diesen großartigen Produzenten geschrieben und zusammengearbeitet hatte, gab es einige Stücke, auf denen ich ganz einfach bestimmte Künstler hören konnte. Also rief ich sie an, sprach mit ihnen am Telefon, schickte ihnen Kopien der Songs und fragte sie, ob sie mitmachen wollten. Ich arbeitete z.B. mit Big Boi von Outkast zusammen und es ist jetzt ein ganz anderer Song. Er heißt ‚HipHop Star', aber er eigentlich ist sehr ‚Rock'n'Roll', fast schon ‚Broadway'. Er klingt wie Marilyn Monroe, gemischt mit Rock und HipHop. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber es ist wirklich anders. Und dann gibt es diesen orientalischen Song, der Reggae-Elemente enthält, das ist wieder ganz anders. Und Sean Paul hat mitgemacht. Er kam dafür aus Jamaica. Er war so nett und so enthusiastisch. Der Song wurde großartig. Dann Jay-Z auf meiner ersten Single ‚Crazy In Love', die ganz einfach von einer jungen Lady handelt, die derart verliebt ist, dass sie Dinge tut, die sie normalerweise nicht tun würde. Sie ist sich bei einigen Dingen nicht einmal bewusst, dass sie sie tut. Sie wird fast verrückt davon, aber es macht ihr nichts aus, denn sie liebt das Gefühl. Der Song ist wirklich völlig anders: Wir Hatten live eingespielte Bläser und Live Instrumente, aber der HipHop-Flavour blieb dadurch nicht auf der Strecke. Es ist nach wir vor so hart, dass es in Deinem Herzen weh tut. Ich konnte Jay-Zs Stimme darauf hören, also rief ich ihn an... er hörte den Song, ging ins Studio und nahm diesen Rap auf und brachte den Song auf ein ganz neues Level. Ich arbeitete auch mit Luther Vandross, der ein wundervoller Künstler ist, eine Ikone. Ich verehre ihn und schaue zu ihm auf. Er half mir dabei, Geschichte zu schreiben. Ich finde, der Song (mit ihm) ist einer der schönsten auf meiner Platte ist, meine Stimme kommt sehr gut rüber. Ich hatte keinerlei Vorstellung, dass diese Zusammenarbeit von uns beiden klappen würde, dass unsere Stimmen so dermaßen gut zusammen passen würden. Wir nahmen ‚The Closer I Can Get To You' auf, einen Klassiker von Roberta Flack und Donnie Hathaway, die Musik meiner Kindheit. Es war also rundum ein wahrgewordener Traum. Ich war echt glücklich. Das war's eigentlich. Oh – dann ist da noch L'il Kim auf dem Remix von ‚Naughty Girl' - ich liebe sie. Ich rief sie an und sprach am Telefon mit ihr, sie war auf Tour. Sie kam tatsächlich um drei Uhr morgens und nahm ihre Gesangspart auf. Sie blieb richtig lange, das weiß ich wirklich zu schätzen. Das war wirklich schön und ihr Rap wurde ganz großartig. Und dann Missy Elliot, mit der ich befreundet bin. Sie ist so anders als alle anderen. Sie fürchtet sich nicht, Wagnisse einzugehen. Und sie hat keine Angst davor, zu sagen, was sie denkt. Sie sagt und tut genau das, was in ihrem Kopf vorgeht. Sie ist ihrer Zeit voraus, ich bewundere und respektiere sie.

Erzähl uns etwas vom Aufnahme-Prozess.

Beyoncé: Ich habe Hunderte von Tracks angehört. Wenn ich mir Tracks anhöre, schaue ich nicht darauf, wer den Song geschrieben hat, weil ich die Musik ganz alleine nach der Musik beurteilen möchte. Und ich habe mir Leute gesucht, die ich wirklich mag. Wir gingen ins Studio, checkten den Vibe und sprachen mit einander. Normalerweise bekommt man ein besseres Gefühl für den anderen, je länger man Zeit miteinander verbringt, und umso leichter ist es dann auch, einen Song zusammen zu schreiben. Ich war also in Miami, meiner Lieblingsstadt, am Strand, meinem Lieblingsaufenthaltsort, und es kam mir überhaupt nicht wie Arbeit vor. Ich hatte einfach Spaß. Wir gingen ins Studio, arbeiteten zusammen, quatschten miteinander. Ich wollte, dass mein Album vor allem mich repräsentiert, und nicht so übertrieben glamourös und selbstbewusst und stark daher kommt - denn ich kein übermenschliches Wesen. Ich wollte, dass die Leute meine verletzliche Seite sehen, eine menschlichere Seite, und ich wollte, dass sie ein Gefühl für die Art Musik bekommen, die ich wirklich liebe. Den Produzenten gelang es, diese Dinge aus mir heraus zu bekommen, und deshalb wollte ich mit ihnen arbeiten.

Hast du vor, eine Solotour zu machen?

Beyoncé: Ja, sehr gerne. Ich hoffe, das ich auf Tour gehen kann. Ich hatte tatsächlich erst kürzlich Auditions in den USA. Als ich die Termine überall bekannt gemacht hatte, kamen Leute aus der ganzen Welt nach L.A. Insgesamt waren es 800, von denen letztendlich 25 übrig blieben, die ich für die Tour verwenden kann. Wir planen das gerade. Hoffentlich findet sie im kommenden Sommer statt, dann möchte ich außerhalb von Amerika auf Tour gehen. Ich hoffe, die Tour kann stattfinden, bevor Destiny's Child ein neues Album machen.

Apropos Destiny's Child: Wie sieht die Zukunft für Detiny's Child aus?

Beyoncé: Destiny's Child werden im kommenden Sommer wieder ins Studio gehen. Und ich weiß, wir werden einen Song auf dem "Fighting Temptation"-Soundtrack haben. Aber im Prinzip habe ich vor, ein erfolgreiches Soloalbum zu haben, ein zeitloses Album, das den Leuten wirklich Freude bereitet. Ich möchte ein künstlerisches Statement abgeben, ich möchte, dass die Leute mich als Künstler respektieren und schätzen. Ich denke, das bedeutet für mich ‚erfolgreich'. Und dann möchte ich, dass Destiny's Child zurück kommen und es allen zeigen. Ich möchte, das jeder einzeln für sich reift, stärker wird und wir dann zusammen großartige Songs schreiben und etwas Unerwartetes tun und zeigen, dass Mädels klar kommen können. Dass Mädels sich gegenseitig mögen können und Solo-Alben machen, die erfolgreich sind, dann aber wieder zurück kommen und ihre Gruppenmitglieder lieben und Spaß am Musikmachen haben können. Weil sie alle Musik lieben.

Erzähl uns etwas über deinen neuen Film.

Beyoncé: Er trägt den Titel ‚Fighting Temptation' und handelt von einem Trickbetrüger, gespielt von Cuba Gooding Junior, dem das Testament seiner Tante eröffnet wird. Er muss in eine kleine Stadt nach Georgia gehen und ihr Chor muss einen Wettbewerb gewinnen und er muss den Chor leiten. Und dann erst bekommt er sein Erbe. Es springt Geld dabei raus, also macht er es und geht in diese Kleinstadt. Er versucht, den Chor zusammen zu bekommen. Der Chor ist nicht wirklich gut und es machen eine Menge Leute mit. Er trifft mich, als ich in einem Jazz Club singe und er fragt mich, ob ich nicht bei seinem Chor mitsingen will, also trete ich bei. Wir müssen all diese Widrigkeiten und Vorausscheidungen bestehen und versuchen, die richtige Zusammenstellung der Leute im Chor hinzubekommen. Ich kann nicht mehr verraten, aber es ist wirklich ein toller Familienfilm. Die Musik ist ausgezeichnet. Ich habe die Möglichkeit, einige tolle Gospelsongs zu singen, einige sehr soulige Stücke. Und holla! Angie Stone macht in dem Film mit, die O'Jays und ich spiele neben Cuba Gooding Junior die Hauptrolle, es gibt großartige Musik und ist ein großartiger Familienfilm für jeden. Er ist nicht altbacken. Er ist nicht wie Familienfilmen normalerweise sind. Er ist zum Totlachen. Und ich kann meine Fähigkeiten als Schauspielerin zeigen, etwas mehr vielleicht als in meinem letzten Film ‚Austin Powers'.

Wie bleibst du auf dem Boden?

Beyoncé: Nun, ich mache sehr verschiedene Dinge. Ich habe viele Hüte, die ich mir aufsetze: Als Songschreiber, als Produzentin, als Schauspielerin, als Sängerin, Destiny's Child Mitglied, Solokünstlerin, alle diese Dinge. Es ist definitiv wichtig für mich, auf dem Boden zu bleiben. Und es wirklich wichtig für mich, bei klarem Verstand zu bleiben und glücklich zu sein. Ich halte mein Privatleben absolut privat, und ich glaube, es ist wichtig, meine Familie und normale Leute um mich zu haben. Ich mag keine Schulterklopfer. Ich mag keine Menschen, die mir nur Dinge sagen, von denen sie denken, dass ich sie hören will. Ich will die Wahrheit wissen. Die Leute, die mein Make-Up machen, die Leute, die für meine Haare zuständig sind, meine Assistenten bis hin zu meinen Produzenten, zu meinen Tänzern, die Choreographen – einfach jeder - ich möchte, dass alles gute Menschen sind. Ich möchte mich mit guten Menschen umgeben, denn ich denke, dass jeder das Produkt seiner Umgebung ist, und ich möchte, dass meine Umgebung schön ist und bleibt. Und ich arbeite hart und ich versuche, über Dinge nachzudenken und logische Entscheidungen zu fällen und trotzdem normal zu bleiben. Ich möchte nicht nur, dass die Leute mich für talentiert halten, sondern auch für einen guten Menschen.

Was sieht Beyonces Zukunft aus?

Beyoncé: Mit mir ist das so: Wenn ich eine Sache erreiche, dann habe ich mir bereits ein neues Ziel gesetzt. Etwas neues, ein neues Ziel. Sobald ich etwas erfolgreich abgeschlossen habe, gibt es etwas neues, dass ich erreichen möchte. Gerade jetzt ist es mein Ziel ein großartiges Album, das allen gefällt. In Sommer möchte ich einen weiteren Film machen und ich möchte ein Musical machen. Ich möchte so etwas machen wie ‚Chicago' oder ‚Moulin Rouge' und ich möchte am Broadway auftreten und ich möchte, das Destiny's Child zurückkommen und es allen zeigen. Ich möchte, das wir beweisen, dass es möglich ist. Und ich möchte ständig gute Musik machen, eine Ikone werden, eine zeitlose Künstlerin, möglicherweise irgendwann heiraten und Kinder kriegen. Und ich möchte, das Destiny's Child immer Freunde bleiben. Und ich möchte glücklich sein und – oh, was noch? Ich habe bestimmt schon eine Milliarde Sachen gesagt.

Was möchtest Du Deinen Fans über das Album sagen?

Beyoncé: Also: Grundsätzlich möchte ich, das ihr keine Scheuklappen habt, weil es auf dem Album einige bestimmte Sachen gibt, die man nicht erwartet und ich hoffe, ich kann den unterschiedlichsten Menschen auf der ganzen Welt völlig unterschiedliche Musik vorstellen. Und ich möchte Menschen daran erinnern, dass sie einmal verliebt waren, auch wenn sie es jetzt gerade nicht mehr sind. Ich möchte ihnen zeigen, wie es ist, verliebt zu sein. Und wenn sie nicht wissen, wie sich das anfühlt, dann möchte ich, das es wissen, nachdem sie meine Platte angehört haben.


Wer 30 Sekunden in den Smasher "Crazy In Love" hinein lauschen möchte, der klicke hier (Windows Media Audio). Außerdem kann man sich Beyonce per Flashcard auf den rechner holen. Einfach hier klicken.

Mehr über Beyonce findet man auf ihrer Artistpage.

(Tobi)

Photos by Hideo Oida / Sonymusic