![]() |
| David Copperfield - Portal der Träume |
![]() ![]() Es ist 20 Minuten nach 20 Uhr, als das Licht erlischt und David Copperfield die Bühne betritt. Seine Worte werden von einem Dolmetscher, der sich vorher kurz vorgestellt hat, übersetzt, seine Bilder kann man nicht übersetzen, nein, nicht annähernd verstehen. Illusionen sind es, die er vorführt, aber perfekt bis ins kleinste Detail - ob man nun mit Fernglas zuschaut oder in der ersten Reihe sitzt - "Wie macht der das?" dürfte die Frage sein, die in allen Köpfen kreist. David startet mit einigen netten Dingen wie der Trennung seines Oberkörpers vom unteren Teil oder dem Verschwinden- und Woanders-Auftauchen-Lassen seiner überaus hübschen Assistentinnen. Einige Zeit wird mit einem Publikumstrick vertrödelt, an dem jeder dank einem am Eingang in die Hand gedrückten Kartenbogen teilnehmen kann. Hier schiebt und mischt man die Karten solange, bis irgendwie klar ist, auf welcher Karte der Mond ist, auch wenn man nur die Rückseite sieht - okay, eine mathematische Spielerei, wirkt aber auch. Viel, viel interessanter ist jedoch das, was David auf der Bühne vollbringt. Er wandelt durch eine Metallplatte, lässt seine niedliche Gans verschwinden (auch noch einmal in Zeitlupe), plättet einem Clown den Kopf, tauscht Unterhosen von zwei Zuschauerinnen aus. "Ha, die bei Mucke undmehr sind doch doof, natürlich sind das keine normalen Zuschauerinnen, die gehören zum Team!" mag jetzt der eine oder andere denken, vielleicht auch jeder, doch so ist es nicht. Bei fast jedem seiner Tricks arbeitet David mit Auserwählten aus dem Publikum, die er meist allerdings nicht selbst auf die Bühne holt, wo die Theorie ja noch aufgehen würde, sondern per Frisbeewurf oder anderen reellen Zufallsmethoden selektiert. Seine beiden besten Illusionen hat sich David für den Schluss aufgehoben. Eine Nummer bringt ihn an den Strand von Hawaii, wo man ihn live auf der Leinwand (von ihnen gibt es stets zwei oder drei) sieht, mit Utensilien, die sich am Abend erst so ergeben haben. Für die Schlussnummer holt er 13 Personen aus dem Publikum (durch im ganzen Saal willkürlich herumfliegende Wasserbälle) auf die Bühne, die sich auf ein Stahlgestell setzen, das man von allen Seiten gut sehen kann, dann macht es BUMM und plötzlich sind sie alle weg - und tauchen hinten im Saal wieder auf. Klasse Show, die David Copperfield knappe zwei Stunden lang abliefert, gar keine Frage. Zusätzlich zur Zauberei macht Copperfield übrigens jede Menge Gags und lässt mit seinem Charme alle Frauenherzen höher schlagen. Gelungener Abend. ![]() (Tobi) |
