Als bekannte Eiskunstlaufshow kennt man hierzulande in erster Linie "Holiday on Ice", das seit mehr als einem halben Jahrhundert die Welt erobert - momentan mit den Shows "Hollywood" und "Celebration". Für junge Zuschauer und alle Disney-Fans rund um den Globus gibt es aber auch eine Show, die Eiskunstlauf mit jeweils einem bekannten Disney-Film verbindet und dessen Story auf den gefrorenen Untergrund zaubert - "Disney on Ice".

Zurück geht alles auf eine Idee von Kenneth Feld, der auf zahlreiche Sensationen im Show Business zurückblicken kann. Als Vorsitzender und Geschäftsführer der Feld Entertainment, Inc., leitet er das größte Live-Entertainment-Unternehmen der Welt von dessen Hauptsitz im Norden Virginias aus. Feld Entertainment, Inc. ist der weltweit führende Produzent von Live-Entertainment und das Mutterunternehmen von "Disney On Ice", "Ringling Bros. and Barnum & Bailey", "Barnum's Kaleidoscape" und auch "Siegfried & Roy" im Mirage in Las Vegas. Produktionen aus dem Hause Feld Entertainment sind in 45 Ländern auf allen Kontinenten auf Tournee und werden jährlich von 25 Millionen Menschen gesehen. Jede Kenneth-Feld-Produktion vermag es, die Phantasie des Publikums unabhängig von Alter oder Ansprüchen anzuregen. "Es gibt heutzutage nicht viel, was die ganze Familie gemeinsam genießen kann", bemerkt er. "Unsere Shows sind für jedermann. Wir verstehen unsere Aufgabe darin, niveauvolle Unterhaltung zu schaffen, die für die ganze Familie geeignet ist."

Der Produzent Kenneth Feld und "Disney On Ice" bringen nun "Die Schöne und das Biest" auf Eisflächen von Hamburg und Oberhausen, die Geschichte der schönen Belle und des zum Biest verzauberten Prinzen. Die Live-Produktion ist eine Umsetzung des Walt-Disney-Films, der im November 1991 in die Kinos kam, Millionen Besucher begeisterte und als erster Zeichentrickfilm der Geschichte für den Oscar der Kategorie "Bester Film" nominiert wurde. "Unsere 'Disney On Ice'-Version von 'Die Schöne und das Biest' bietet die Romantik und den Zauber des ursprünglichen Märchens – und das ist es doch, was wir uns alle für unser Leben wünschen", so Kenneth Feld.


Ganz zu Beginn der Show gibt es ein Vorspiel mit Micky Maus als Dirigenten, der Minnie, Donald, Daisy, Goofy, Balu und einige weitere Disney-Freunde mitgebracht hat. Mit der Unterstützung einiger junger Musiker aus dem Publikum sorgen sie richtig für Stimmung und zeigen große Freude am gemeinsamen Musizieren. Sobald die Jam-Session beendet ist, gehen die Lichter aus und das philharmonische Orchester beginnt mit der großen Ouvertüre zur Vorstellung von "Disney On Ice" - Micky erzählt den Anfang einer seiner Lieblingsgeschichten: "Die Schöne und das Biest". Diese wird dann auf dem Eis gespielt und vertanzt.

Aus dem von Kritikern gefeierten Zeichentrickfilm ein überdimensionales, fesselndes Eisspektakel zu machen war eine Herausforderung, der sich Kenneth Feld mit Kreativität, Enthusiasmus, Inspiration und Phantasie stellte. "Man benötigt wesentlich mehr als nur einen Zauberspruch um die bemerkenswerten Szenen und Situationen aus dem Reich der Animation in die Realität der Eisbahn zu holen", bemerkt er. "Eine Phantasiewelt mit Feder und Tusche zu schaffen, ist eine Sache. Wir aber müssen Woche für Woche bei jeder Vorstellung unsere eigenen Farben, den künstlerischen Ausdruck und die Begeisterung neu erschaffen."

"Die Schöne und das Biest" ist die zwölfte und zugleich spektakulärste Produktion von "Disney On Ice". Die Umsetzung vom Zeichentrickfilm zur Eisrevue erforderte ein hohes Engagement vieler hochtalentierter Menschen. Ein Team von Regisseuren, Designern, Choreographen, Technikern und anderen Spezialisten arbeitete fast ein Jahr lang an der Gestaltung einer Show von erstaunlichem Umfang und Komplexität. "Diese Produktion ist für sich etwas ganz Besonderes, da wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir am besten können", so Feld. "Erstens ist die ganze Eisbahn unsere Bühne. Wir können das Biest und die verwunschenen Gegenstände – Lumiθre, von Unruh, Madame Pottine, Tassilo und Federwisch – überlebensgroß darstellen. Die menschlichen Charaktere – Belle, Gaston, Maurice, LeFou und alle anderen Eisläufer – bringen auf großartige Weise Gefühle in die Geschichte ein, die sie umso glaubwürdiger erscheinen lässt."

Jedes Mitglied der Besetzung trägt zu seiner Rolle außerordentliche Fähigkeiten und Begabungen bei. Nicole Fron ist so natürlich und bezaubernd wie Belle. George Galoustian, ein großartiger Athlet mit unglaublicher Präsenz auf dem Eis, verkörpert perfekt den gut aussehenden Macho Gaston. Die schauspielerische Eislaufkunst, die hier geboten wird, verleiht dieser Produktion von "Die Schöne und das Biest" eine besondere Dynamik und Faszination. Gemeinsam mit der spektakulären Musik, der Beleuchtung und den Special Effects ergänzen sich die großen Nummern der Produktion wie "Sei hier Gast" am Ende des ersten Akts zu einem mitreißenden Unterhaltungserlebnis – genau das, was Kenneth Feld für seine Shows immer anstrebt.

Die aufwändig inszenierte mehrere Millionen Dollar-Produktion bietet natürlich die mit dem Oscar ausgezeichneten Songs von Howard Ashman und Alan Menken. Die Show setzt ein modernes Computer-gesteuertes Scheinwerfersystem sowie aufwändige Kostüme und Requisiten ein. Die Produktion verfügt über ein erstklassiges Sound-System, das die Installation individuell steuerbarer Lautsprecher über dem Publikum vorsieht. Somit lässt sich der Sound an die unterschiedlichen Gegebenheiten der verschiedenen Eisarenen anpassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus ist ein einzigartiges Nebelsystem im Einsatz, das in der Lage ist, Nebel in Sekundenschnelle zu erzeugen.


Als Vorbereitung zum Besuch der Eisshow hier ein kurzer Abriss der Handlung des Films:

Die schöne Belle wird von einem zum Biest verwandelten Prinzen auf seinem Schloss gefangen gehalten. Sie sieht anfangs nur das Biest und ahnt die ganze Zeit nichts vom in ihm steckenden Prinzen, der einst eine als alte Frau um Schutz bittende Fee hartherzig verstoßen hatte, daher verwunschen ist. Nur die Liebe einer Frau kann ihn retten, falls er diese bis zu seinem 21. Geburtstag gewinnt. Durch die Zeit als verabscheuenswertes Monster hat das Biest jede Freundlichkeit verloren und muss erst wieder lernen, nett und charmant zu sein, um die Gefühle von Belle zu wecken. Den Aufenthalt im Schloss machen witzige, aufmerksame und umsorgende, lebendige Gegenstände wie der Kerzenhalter Lumiere, die Standuhr Herr von Unruh oder die Teekanne Madame Pottine mit dem kleinen Tässchen Tassilo nach und nach zu einer Freude, und das Biest und Belle verstehen sich immer besser. Eines Tages aber beschließt der protzige Angeber und Dorfschönling Gaston, der schon lange vergeblich hinter Belle her ist, das durch Belles Vater bekannt gewordene Biest zu töten - obwohl dieses Belle die Freiheit geschenkt hat...


Portrait der wichtigsten Eiskunstläufer:

NICOLE FRON (Belle)
Nicole wurde in Thunder Bay, Kanada, geboren und begann im Alter von 7 Jahren mit dem Schlittschuhlaufen, da ihre Schwester Trainerin war. Ihr Können stellte sie u.a. als Central Canadian Divisional Team Member unter Beweis. Weitere Ausbildungen als Gymnastik-Lehrerin, in Jazz und Ballett sowie am Klavier halfen ihr zur Karriere als Künstlerin. Nachdem sie ihr College abgeschlossen und sich von einer Knieoperation erholt hatte, bewarb sie sich bei "Disney on Ice", wofür sie sechs Stunden lang nach Minneapolis fuhr. Es hat sich gelohnt, nun hat sie als Belle die Hauptrolle in der Show. Ihr Motto: "Man soll sich von niemandem einreden lassen, das man irgendwas nicht schaffen kann. Wenn der Traum Wirklichkeit werden soll, mach alles dafür was du kannst." Den größten Spaß verschaffen ihr bei den Auftritten "der Adrenalinstoß und die Energie, die man bei jeder Vorstellung bekommt", und Eiskunstlaufen ist für sie eine Flucht aus dem Alltag. Wenn sie auf dem Eis ist, zählt nichts anderes mehr.

GEORGE GALOUSTIAN (Gaston)
George Galoustians Darstellung des Gaston ist athletisch, dynamisch und setzt mit seinen markanten hohen Sprüngen besondere Zeichen. Durch "Disney On Ice" wurde der junge russische Eiskunstläufer zu einem professionellen Läufer. Er begann sehr früh Eis zu laufen und nahm schon im Alter von sieben Jahren an Wettbewerben teil. 1993 errang er unter anderem den dritten Platz im Cup von Sofia, Bulgarien, den vierten Platz bei der russischen Meisterschaft und den dritten Platz beim Cup von Nordkorea. George erwarb in der UdSSR einen Abschluss als Master of Sport und war drei Jahre lang Mitglied der Nationalmannschaft seines Landes.

DUSTIN ROUSSEAU (Biest)
Heimatstadt: Wawa, Ontario, Kanada. Dustin Rousseaus Familie hat eine lange Tradition im Eiskunstlauf. Sein Großvater schliff die Schlittschuhe in der lokalen Eisarena, ein Onkel und ein Cousin von ihm waren Spieler in der NHL. Als Dustin gerade ein Jahr alt war und kaum laufen konnte, schubsten seine Eltern ihn auf Schlittschuhen über das Eis. Mit zweieinhalb Jahren konnte er alleine Schlittschuh laufen. Nun wird die Familien-Tradition fortgesetzt indem Dustin in der Produktion "Disney on Ice – Die Schöne und das Biest" mit dabei ist. Bevor Dustin im Jahre 2001 zu Disney on Ice kam, arbeitete er bei einer Bauholz-Firma und spielte in der Junior B Mannschaft Eishockey bei den Wawa Travellers in der kleinen Stadt Wawa, Ontario, Kanada. Als Dustins Schwester im Jahre 1999 bei der Feld Entertainment Produktion als Belle auftrat, konnte Dustin ihre Auftritte nur auf einem Video, das sie mitbrachte, sehen. Dustin war zuversichtlich, dass er auch für die Show laufen könnte. Er übte zusammen mit seiner Schwester und schickte ein eigenes Videotape als Bewerbung an "Disney on Ice". Er bekam den Job und ist nun ein Einzelläufer. Dustins Lieblingsgeschichte als Kind war Disney's "Die Schöne und das Biest". Es ist passend, dass er nun die Gelegenheit hat seine Lieblingsgeschichte Kindern jeder Altersstufe näher zu bringen. "Das ist das beste Leben, das ich mir vorstellen kann," sagt er.

JACKIE SOAMES / JOHN JENKINS (Paarläufer)
Jackie Soames und John Jenkins versetzen das Publikum durch ihren ausdrucksstarken und fließenden Laufstil in Spannung. Als Wölfe, die durch den Wald gleiten, tanzen sie eine faszinierende Adagio-Nummer, zu der innovative Hebefiguren, Spiralen und Drehungen gehören. Jackie begann Eis zu laufen als sie acht Jahre alt war. Nachdem sie die Weltmeisterschaft der Damen erreicht hatte, begann sie mit dem Paarlauf. Zusammen mit ihrem Partner vertrat sie Großbritannien bei den Olympischen Winterspielen 1994. John Jenkins unternahm bei einem Familienausflug seine ersten Versuche auf dem Eis und wurde bald zu einem der besten Eiskunstläufer Englands. 1994 vertrat auch John sein Land als Paarläufer bei den Olympischen Winterspielen. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Amateurläufer wechselten Jackie und John ins Profilager und wirkten an der Produktion "The Wizard of Oz on Ice" mit. Bald wurden sie für die Hauptrollen eingesetzt. John meint dazu, "Für mich ist das die Gelegenheit zwei Dinge, die ich liebe, zu verbinden. Das Eislaufen und das Reisen."

Martin Scully (LeFou)
Martin Scully wuchs in Laual, Quebec in Kanada auf und begann mit drei Jahren Eishockey zu spielen und mit zehn Eiskunstlauf zu trainieren. "Ich sah eine Eislaufshow im Fernsehen und es schien viel Spaß zu machen", sagt er über seine Berufswahl. Martin bietet heute eine perfekte Darstellung des unsicheren und komischen Benehmens des LeFou in der "Disney On Ice" -Produktion "Die Schöne und das Biest". "Für mich ist es am allerschönsten, wenn ich das Publikum zum Lachen bringe", sagt er. Martin beschreibt seinen Eislaufstil als schwungvoll, schnell und athletisch – allesamt Eigenschaften, die nötig sind um die komische Rolle des LeFou ausfüllen zu können.

William Shanks (Maurice)
William Shanks bringt seinen Schwung und seine Komik in der Darstellung des Maurice zum Ausdruck, einem liebenswerten Wirrkopf, der seinen erfinderischen Geist nie lange auf etwas Praktisches konzentrieren kann. William begleitete Freunde im Alter von sieben Jahren zu einer öffentlichen Eislaufveranstaltung und wusste sofort, dass er auf den Eislaufplatz zurückkehren wollte. Nachdem er Unterricht genommen hatte, machte er sich in der Welt des Einkunstlaufs schnell einen Namen. William kam 1995 zu "Disney On Ice" und übernahm bald die Hauptrolle des Maurice in "Die Schöne und das Biest". 1998 trat er als Max in der "Disney On Ice"-Revue "Die kleine Meerjungfrau" auf. Er sagt, "Ich bin begeistert wieder die Rolle des Maurice übernehmen zu können. Sie ist genauso toll, wie ich sie mir vorgestellt hatte."

Die gesamte Besetzung:
Sergey Andreev, Andrea Austin, Jaime Bisaillon, Lorinda Brown, Leslie Chataway, Neil Chesterton, Deirdre Clark, Corrine Dangerfield, Sarah Falkenham, Csaba Farkas, Sandra Ferrara, Melissa Frieday, Daniel Gagliardini, George Galoustian, Irina Galoustian, Alexei Goloubev, Meghan Harrington, David Haywood, Travis Hillier, Adrian Jack, Shelley Jay, John Jenkins, Amanda Kennedy, Lianne McGinn, Ioulia Mikhailova, Tara Patterson, Courtney Peterson, Martin Scully, William Shanks, Igor Sinioutine, Anton Skonnikov, Jackie Soames, Ryan Southan, Maciej Szawarejko, Julia Tchernikova, Julie Thomas, Shaun Tilley, Meredith Warner.


Eine Übersicht, wo Disney on Ice mit "Die Schöne und das Biest" in Deutschland zu sehen war:
29.01.03, 17.30 Uhr Hamburg, Color Line Arena
30.01.03, 17.30 Uhr Hamburg, Color Line Arena
31.01.03, 15.00 Uhr Hamburg, Color Line Arena
31.01.03, 19.00 Uhr Hamburg, Color Line Arena
01.02.03, 12.00 Uhr Hamburg, Color Line Arena
01.02.03, 15.45 Uhr Hamburg, Color Line Arena
01.02.03, 19.30 Uhr Hamburg, Color Line Arena
02.02.03, 12.00 Uhr Hamburg, Color Line Arena
02.02.03, 16.00 Uhr Hamburg, Color Line Arena
05.02.03, 17.30 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
06.02.03, 17.30 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
07.02.03, 15.00 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
07.02.03, 19.00 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
08.02.03, 12.00 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
08.02.03, 15.45 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
08.02.03, 19.30 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
09.02.03, 12.00 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena
09.02.03, 16.00 Uhr Oberhausen, König Pilsener Arena

Karten für die Shows kosteten in Hamburg zwischen 10,80 Euro und 33,80 Euro, in Oberhausen zwischen 13,10 Euro und 36,10 Euro. bei uns gab es einige Tickets kostenlos, wir haben nämlich 3x4 Familientickets verlost.


Die Umsetzung des Filmstoffs auf die Eisfläche ist wunderbar gelungen. In der vollen Arena ist bereits beste Stimmung unter den Kindern, ihren Eltern aber auch erwachsenen Disneys-Freunden, bevor es los geht. Der Merchandising-Verkauf läuft anscheinend prima, die Kids laufen mit Leuchtschwertern, Disney-Popcorn oder entsprechendem Eis herum. Als die Show startet, ist die Eisfläche in farbenfrohes Licht getaucht. Micky und seine Freunde (Donald, Goofy, Chip & Chap, Dagobert, Minnie, Daisy, Balu) heizen die Stimmung an, lassen einige Kinder sogar mitwirken. Stimmen und Musik kommen hierbei, wie den ganzen Abend, vom Band, die Figuren spielen hierzu aber professionell und witzig ihre Rollen.

Nach dem orchestralen Vorspiel geht es mit "Die Schöne und das Biest" los. Die Inszenierung orientiert sich ganz nah am Disney-Film, von Handlung, Klängen und Ausstattung her. Am Ende der Eisfläche wird durch riesige Vorhänge und Utensilien jeweils der passende Rahmen für die Szenen geschaffen, ob sie nun im Dorf, im Wald oder im Schloss spielt. Das Bühnenbild ist sehr gut gemacht, farbenfroh und liebevoll, wird zudem noch durch einige Elemente an der Hallendecke bereichert - im Wald kommen zum Beispiel bedrohlich leuchtende Augen im Neonlicht herunter. Am anderen Ende der Eisfläche steht die langsam welker werdende Rose, die dem Biest die noch verleibende Zeit anzeigt. Die Handlung selbst wird natürlich auf dem Eis dargeboten, und dies in sehr lustiger, überzeugender Weise. Die Kostüme sind super, vor allem das Pferd sorgt mit seinen Wackelohren und seinem süßen Äußeren zu Beginn für Freude. Die Akteure spielen prima, und einige von ihnen sorgen auch für eisläuferische Höhepunkte, vor allem Jackie Soames und John Jenkins als Wölfe im Wald und George Galoustian als Gaston. Ansonsten blitzt hier und dort sportliches Können auf, jedoch steht es hier nicht im Vordergrund, ist nicht so ausgeprägt wie bei "Holiday on Ice". Vielmehr wird zur schönes Musik des Films und zu den passenden Dialogen die handlung vertanzt. Nicole Fron als Belle hat eine schöne Ausstrahlung, Dustin Rousseau ist im Biest-Kostüm ihr Gegenpart. Martin Scully sorgt als Gastons tollpatschiger Gehilfe LeFou für die meisten Lacher bei den Kindern, liegt er doch ständig auf dem Boden oder schliddert herum. Die verwunschenen Schlossdiener wie Lumiere, die Standuhr Herr von Unruh oder die Teekanne Madame Pottine mit ihrem kleinen Tassilo sehen genau aus wie im Film, laufen hierbei noch auf Schlittschuhen. Die beste Stimmung kommt zum Ende des ersten Akts beim Lied "Sei hier Gast" auf, das mit vielen Läufern als Besteck und tollen Effekten großartig arrangiert ist, und natürlich zum Schluss der Vorführung, als alle knapp 30 Akteure gemeinsam feiern.

Fazit: Feld Productions ist es toll gelungen, den Film auf's Eis zu zaubern. Die Läufer und Darsteller sind klasse, Kulisse und Lichteffekte sind es, die typischen Comic-Klänge wurden prima integriert, die Musik ist wunderbar - und alle Zuschauer haben riesen Spaß an diesem Abend.

(Tobi)