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GRACHTEN



Ein wirklich herausragendes Wahrzeichen hat Amsterdam nicht zu bieten. Vielmehr ist es das Stadtbild, welches gut gefällt, und ganz wichtig hierfür sind die vielen von Ulmen gesäumten Grachten, die Wasserstraßen im Venedig des Nordens, wie die Metropole auch genannt wird. Auf ca. 8 km² findet man rund 160 Grachten und 600 Brücken. Die bekanntesten Grachten sind die Heren-, Keizers- und Prinsengracht, die zum Grachtengürtel gehören, der im Zuge der Stadterweiterung im 17. Jahrhundert zwischen Brouwersgracht und Amstel entstand. Hier findet man schöne Giebelhäuser und nette kleine Läden sowie Cafés. Generell macht es viel Spaß, an den Grachten entlang zu laufen, die Häuser anzuschauen und die Ruhe des Wassers zu genießen.

Ab und an findet man hierbei auch Besonderheiten wie das Haus Prinsengracht 263, in dem sich die deutsch-jüdische Familie von Anne Frank vor den Nazis versteckte, worüber sie bekanntlich Tagebuch schrieb - heute kann man das Anne-Frank-Haus besichtigen. Wir empfehlen auch einen Spaziergang am Singel, wo man ein Hausboot voller Katzen (De Poezenboot) ebenso findet wie das vermeintlich schmalste Haus der Stadt (Nummer 7). Doch man muss nicht alle Grachten ablaufen - zu einem Amsterdam-Besuch gehört eine Grachtenrundfahrt mit dem Boot wie zu Hamburg eine Hafenrundfahrt.

MÄRKTE

In Amsterdam findet man einige große Märkte, deren besuch sich lohnt. Drei möchten wir besonders ans Herz legen.

Den Flohmarkt am Waterlooplein gibt es schon seit den 50er-Jahren, und auch wenn hier nicht mehr nur Privatleute verkaufen, lohnt sich ein Besuch doch in jedem Fall. Hier bekommt man Antiquitäten ebenso wie asiatische, indische, afrikanische oder einfach nur alte Kleidung, Schallplatten und CDs ebenso wie Uhren und Bücher, Porzellan ebenso wie Kitschartikel, Elektro-Kleinkram ebenso wie Fremdländisches. Der Markt ist täglich außer sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr offen.

Am Blumenmarkt am Singel schwimmen die eigentlichen Läden fest in der Gracht, davor werden auf dem Asphalt Schnittblumen und Topfpflanzen dicht an dicht ausgestellt. Dazu bekommt man so alle erdenklichen Gärtnerutensilien wie Töpfe, Gießkannen, Blumensamen, etc. Der Markt ist täglich außer sonntags von 9 Uhr bis 17 Uhr offen.

Der Albert Cuyp Markt in der gleichnamigen Straße bietet auf 3 km Länge in seinen 400 Ständen so gut wie alles, was man in Küche und Haushalt brauchen kann. Frische Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fisch, Eier, Butter, Käse; Kuchen, Gebäck, Tee oder Gewürze findet man ebenso wie Töpfe, Pfannen, Geschirr, Stoffe, Wolle, Nähzeug oder auch entsprechende Kleingeräte. Dazu gibt es auch Kleidung, Kitsch und alle sonstigen Flohmarktartikel. Der Markt ist täglich außer sonntags von 9.30 Uhr bis 17 Uhr offen.

MUSEEN



In Amsterdam gibt es viele interessante Museen. Die drei wichtigsten der Niederlande liegen nah beieinander am schönen, 1999 neu gestalteten, grünen Rasen-Platz Museumsplein, der im Sommer sehr belebt und beliebt ist. Hier hat man momentan auch das neue Stadtmotto "I amsterdam" nochmal in entsprechender Größe aufgebaut (siehe Foto). Die Rede ist vom Van Gogh Museum, dem Rijksmuseum und dem Stedelijk Museum.

Das Van Gogh Museum ist äußerlich zwar ein kubisch kastenförmiger, eher unscheinbarer Bau, erstrahlt dafür innen umso mehr durch die Werke des berühmten 1853 geborenen Künstlers, der keinen Sinn im Leben fand und sich 1890 erschoss. Hier findet man die weltweit größte Sammlung von Vincent van Goghs Werken, 205 Gemälde und 500 Zeichnungen, die dem Museum von der Familie vermacht wurden - zu Lebzeiten hatte van Gogh nämlich so gut wie keinen Erfolg, verkaufte kaum ein Bild. Neben Selbstportraits gehören die "Sonnenblumen", das "Gelbe Haus", das "Kornfeld mit Krähen", das "Schlafzimmer" und die "Kartoffelesser" zu den herausragenden Bildern, die man bewundern kann. Zusätzlich findet man noch einige Werke anderer Maler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Geöffnet ist täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, freitags bis 21 Uhr - der Eintrittspreis liegt bei ca. 10 Euro.

Das Rijksmuseum (auf dem Foto im Hintergrund) ist ein wahrer Prachtbau des Architekten J.H. Cuypers zwischen Neogotik und Neorenaissance. Hier findet man die bedeutendste Sammlung niederländischer Kunst - allerdings wird das Museum noch bis 2008 umgebaut, weswegen man lediglich im Philipsflügel unter dem Motto "Meisterwerke" die 400 wichtigsten Gemälde des Goldenen Zeitalters bewundern kann. Highlights sind Rembrandts riesiges "Kompanie des Kapitäns Frans Banning Cocq", besser als "Nachtwache" bekannt, Jan Vermeers Werke "Küchenmagd" und "Briefleserin", Jan Steens "Morgentoilette" und Pieter de Hoochs "Vorratskammer". Geöffnet ist täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr - der Eintrittspreis liegt bei ca. 9 Euro.

Auch das Stedelijk Museum wird momentan umgebaut, daher sind wechselnde ausgewählte Werke und Highlights ins Post-CS-Gebäude nahe Centraal Station umgezogen - ab 2008 aber wird man sie wieder am Museumsplein sehen können. Highlights sind Werke von Mondrian, Chagall, Picasso, Monet, Cezanne, Kandinsky und Matisse, aber auch Moderne von Andy Warhol.

Neben diesen drei gibt es weitere lohnende Museen. Das Historische Museum bietet eine umfassende Ausstellung über die Geschichte Amsterdams, die gekonnt alte Überbleibsel und Bilder mit Modellen und Multimedia verbindet. Das Schifffahrtsmuseum (Scheepvaartmuseum) zeigt eine umfangreiche Sammlung von Schiffsmodellen, Navigationsgeräten, Karten, Waffen, Gemälden und Fischereigeräten. Dazu liegt der Nachbau des Ostindienfahrers "Amsterdam" vor dem Museum im Hafenbecken. Das Bijbelsmuseum zeigt archäologische Funde aus der Zeit des Alten Testaments und alte Bibeln. Das Joods Historisch Museum im Judenviertel präsentiert in vier Synagogen die Kultur und Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in den Niederlanden. Das Rembrandthuis zeigt im Altbau die Zimmer, in denen der in Leiden geborene Künstler Rembrandt van Rijn (1606-1669) von 1639 bis 1660 lebte, im Neubau die größte Sammlung seiner Radierungen, Kupferstiche und Zeichnungen. Und da wir in Amsterdam sind: Das Hash Marihuana Hemp Museum beleuchtet die Geschichte der rauschbringenden Pflanze.

Wer übrigens die Museen Amsterdams nicht zu Fuß ablaufen möchte, der kann auch ins Museumsboot steigen und sich auf dem Wasserweg von Museum zu Museum bringen lassen. Eine Tageskarte hierfür kostet knappe 15 Euro und bringt einem 50% auf die Eintrittskarten ein. Alternativ gibt es eine Museumkaart (MK), mit der man für knapp 30 Euro ein ganzes Jahr lang freien Eintritt in die meisten großen Museen Amsterdams und der Niederlande hat. Für kurze Besuche empfehlen wir eher die I amsterdam Card mit freiem Eintritt in die Museen, freier Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einigem mehr.


KIRCHEN

In Amsterdam gibt es einige Kirchen, deren Besichtigung lohnt. Es spricht für die Liberalität der Stadt, dass man oft auch Ausstellungen in den Kirchen findet, hier werden also Religion und Kunst miteinander verbunden. Beste Beispiele sind die "Oude Kerk", älteste Kirche der Stadt, und die "Nieuwe Kerk" am Dam, seit 1814 Krönungskirche der Niederlande.

Neben diesen lohnt ein Besuch der "Westerkerk", in der Rembrandt begraben liegt, deren Glockenspiel dienstags zwischen 12 Uhr und 13 Uhr erklingt und aus deren Turm man einen tollen Blick über die Stadt genießen kann, während über einem eine Nachbildung der österreichischen Kaiserkrone Maximilians glänzt.

Etwas Besonderes ist die unter dem Dach des Amstelkring Museums versteckte, dreistöckige katholische Geheimkirche, die 1661 errichtet wurde, als die herrschenden Kalvinisten den Katholiken öffentliche Ausübung ihres Glaubens verboten. Nicht umsonst trug die Schutzkirche den Titel "Ons' Lieve Heer op Zolder", was übersetzt "Unser lieber Herrgott auf dem Dachboden" bedeutet.


PLÄTZE

Zentraler Platz der Stadt ist der "Dam", zu dem viele Straßen voller Geschäfte, Restaurants und Bars hin führen und von dem man den Hauptbahnhof "Centraal Station" ebenso in wenigen Gehminuten erreicht wie das Vergnügungsviertel oder den Grachtengürtel. Prunkgebäude am Dam ist der "Koninklijk Paleis" (Königlicher Palast), eigentlich das Rathaus der Stadt, das seinen Namen aber als Residenz des niederländischen Königshauses rechtfertigt. Daneben befindet sich die "Nieuwe Kerk" (siehe oben). Das Kaufhaus "De Bijenkorf" liegt ebenso direkt am Dam wie das "Grandhotel Krasnapolsky" oder "Madame Tussaud's Scenerama" Wachsfigurenkabinett, welches aber nicht mit dem Londoner Original mithalten kann. Das Einkaufszentrum "Magna Plaza" liegt um die Ecke. Auf dem Dam tummeln sich Passanten und Touristen, Tauben und Kleinkünstler mit verschiedenen Vorführungen, rund herum um das "Nationaal Monument", einen 22 Meter hohen Obelisken als Mahnmal für die Opfer des zweiten Weltkriegs.

Geht man vom Dam zum kleinen, netten Platz "Spui" mit seinen Straßencafés und Bänken, dann findet man vermutlich nicht auf den ersten Blick den versteckt wirkenden "Begijnhof". Hier, wo sich ab Mitte des 14. Jahrhunderts ledige oder verwitwete Frauen als Beginen der Armen- und Krankenpflege widmeten, wohnen heute ganz "normale" Amsterdamer. Die ruhige und schöne Gartenanlage darf man als Besucher daher neuerdings nur noch von 9 Uhr bis 13 Uhr besichtigen - vor kurzem noch war dies bis 17 Uhr möglich.

Den "Museumsplein" haben wir oben bereits erwähnt, nun möchten wir noch kurz auf zwei lebhafte Plätze eingehen. Der "Rembrandtplein" wurde 1876 nach dem berühmten Maler benannt, sein Standbild findet man hier dann auch. An ihm und in den direkt abgehenden Straßen findet man unzählige Bars, Cafés, Restaurants, große Discotheken, Nachtclubs, (Sex-)Kinos und Imbissbuden. Am "Leidseplein" findet man mehrere Theater und Kinos, das Literatencafé Americain, ansonsten aber auch viele Kneipen, Restaurants und Gaukler.


PARKS

Der bekannteste Park Amsterdams ist der langgezogene "Vondelpark", benannt nach dem in Köln geborenen Joost van den Vondel (1587-1679), der als größter niederländischer Renaissancedichter gilt. 1877 wurde der 48 ha große Park als erster öffentlicher Park Amsterdams angelegt. Die reichen Besitzer der Villen südlich des Grachtengürtels wollten sich so eine grüne Oase in der Stadt schaffen. In den 60er-Jahren versammelten sich hier dann mehr und mehr Hippies, ließen sich sogar im Park nieder, bis die Polizei ihn 1975 räumte. Im Park findet man das Filmmuseum ebenso wie ein Standbild des Namensgebers Vondel und drei Bühnen für sommerliche Aufführungen, dazu Restaurants und Cafés.

Im "Hortus Botanicus" wurde schon im 17. Jahrhundert angelegt. Hier sammelten Botaniker die exotischen Kräuter und Pflanzen, die ihnen Seefahrer von ihren Reisen mitbrachten. Die erste Kaffeepflanze auf europäischem Boden wuchs hier, nachdem die Coffea Arabica 1706 aus Äthiopien importiert wurde, und dann erst ging es über Frankreich in die französischen oder portugiesichen Kolonien wie Brasilien, wo dann verschiedene Kaffeekulturen entstanden. man findet außerdem eine ganz seltene Cycaspalme und eine fast 200 Jahre alte Agave als eine der ältesten Topfpflanzen der Welt. Im alten Palmenhaus oder modernen, neuen Gewächshaus findet der Pflanzenfreund viel Interessantes.

ROTLICHTVIERTEL
 


Auch wenn man nicht vorhat, käufliche Liebe zu erwerben, ist das legendäre Amsterdamer Rotlichtviertel einen Besuch wert. Wo im 17. Jahrhundert viele gut betuchte Patrizierfamilien lebten, findet man heute Sex-Shops, Sex-Kinos, Peepshows, zwielichtige Nachtclubs, Erotikbars und Coffeeshops (siehe Essen & Trinken), aber auch "normale" Restaurants, Cafés und kleine Souvenierläden. Zwischen ihnen liegen die vielen kleinen Schaufenster mit roten Vorhängen, die vor allem abends zur Seite gezogen werden, denn dann bietet sich in jedem Fenster eine leicht bekleidete Prostituierte an. Dann erleuchtet das ganze Viertel in Rot, selbst die Brücken. Natürlich ist hier Vorsicht geboten, die Kriminalitätsrate ist hoch und es ist nicht zu empfehlen, Fotos oder Filme von den Frauen in den Schaufenstern zu schießen, wenn man Ärger vermeiden und seine Kamera behalten möchte. Im Rotlichtviertel findet man aber auch die Schlupfkirche im Amstelkring Museum oder die Oude Kerk, und generell macht das Viertel tagsüber oder am frühen Abend keinen gefährlichen Eindruck.

KEUKENHOF

Ein Ausflugstipp für die Monate April und Mai sowie von Anfang August bis Mitte September ist seit 1949 der 32 ha große Blumenpark Keukenhof bei Lisse, 35 km südwestlich von Amsterdam. Hier blühen dann 6 Millionen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen aller Farben, die man natürlich auch kaufen kann, als Schnittblumen oder auch als Zwiebeln. Einen schönen Rahmen für die Blumenpracht und Hintergrund für die eigenen Fotos bilden Jahrhunderte alte Bäume, hohe Sträucher oder auch Windmühlen, und auf den 15 km Wegen durch die Blumen findet man so sicher eine Masse an wundervollen Motiven. Für das leibliche Wohl sorgen verschiedene, auf dem Gelände verteilte Restaurants.

ZANDVOORT



Wer Amsterdam besucht, hat auch die Möglichkeit, mal einen Tag am Strand zu verbringen, wenn man sich nicht sogar dazu entscheidet, dort zu wohnen und die Großstadt als Ausflugsziel zu besuchen, denn Zandvoort ist mit dem Schnellzug und Auto in 30 Minuten zu erreichen.

Der Ort bietet alles, was man von einem touristisch ausgerichteten Seebad erwartet, also viele kleine Geschäfte und Restaurants, ein Casino und sogar eine ehemalige Formel 1 Rennstrecke, den "Circuit Park". Als Speise zu empfehlen ist natürlich frischer Fisch, ob Kibbeling mit leckeren Saucen an einer der vielen Fischbuden oder aufwändiger im Restaurant. Sehr schön ist auch die Dünenlandschaft um Zandvoort.